Oracle überzeugt mit einem Gewinnsprung – doch der Aktienkurs reagiert verhalten. Der Widerspruch hat handfeste Gründe.
Analysten heben Kursziele an
Wedbush hat das Kursziel für Oracle von 225 auf 275 Dollar angehoben. Die Einstufung bleibt „Outperform“. Die Begründung: Der Markt unterschätze Oracles strukturelle Vorteile beim Übergang alter Software-Basen in KI-gestützte Cloud-Umgebungen.
Auch Oppenheimer zog nach – Ziel jetzt 235 Dollar. Der Konsens von über 40 Analysten liegt bei „Moderate Buy“. Das durchschnittliche Kursziel: rund 261 Dollar, ein zweistelliges Aufwärtspotenzial vom aktuellen Niveau.
Quartalszahlen übertreffen Erwartungen
Im dritten Geschäftsquartal erzielte Oracle einen Gewinn je Aktie von 1,79 Dollar. Die Analystenschätzung lag bei 1,71 Dollar. Der Umsatz stieg auf 17,19 Milliarden Dollar – ein Plus von 21,7 Prozent.
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Die operative Marge blieb mit 25,30 Prozent solide. Die Eigenkapitalrendite erreichte 62,70 Prozent. Die Nachfrage nach Cloud-Diensten und Unternehmenssoftware treibt das Wachstum.
Inflation drückt Tech-Aktien
Trotz starker Zahlen gab die Aktie nach. Sie fiel von der 200-Dollar-Marke zurück auf rund 180 Dollar. Auslöser: höhere Inflationsdaten, die Zinssorgen neu entfachten.
Der Rücksetzer traf den gesamten Technologiesektor. An Oracles Fundamentaldaten zweifelt kaum jemand. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 555 Milliarden Dollar.
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Aktuell notiert die Aktie in Frankfurt bei 160,12 Euro – ein Minus von 42,96 Prozent zum 52-Wochen-Hoch von 280,70 Euro. Der Relative-Stärke-Index liegt bei 66,8 Punkten, die 30-Tage-Volatilität bei annualisierten 65 Prozent.
Institutionelle Investoren stocken auf
Während Privatanleger nervös reagierten, nutzten Großinvestoren die Schwäche zum Einstieg. Die AMF Tjanstepension AB kaufte 21.010 Aktien. Requisite Capital Management eröffnete eine neue Position mit 6.402 Anteilen – Gegenwert rund 1,25 Millionen Dollar.
Ausblick auf das Schlussquartal
Das Management erwartet für das vierte Quartal einen Gewinn je Aktie zwischen 1,96 und 2,00 Dollar. Das wäre eine Fortsetzung des Wachstumskurses.
Entscheidend wird, ob Oracle sein Cloud-Geschäft weiter beschleunigen kann – und gleichzeitig die steigenden Kosten für die Infrastruktur im Griff behält. Die endgültigen Zahlen für das laufende Geschäftsjahr werden im Sommer erwartet.
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