Oracle Aktie: 50 Milliarden für Cloud- und KI-Infrastruktur

Trotz makroökonomischer Gegenwinde und eines geplanten Stellenabbaus treiben KI-Investitionen und Analystenoptimismus die Oracle-Aktie an.

Oracle Aktie
Kurz & knapp:
  • Neues Boardmitglied aus Gesundheitsbranche
  • Kursrückgang durch überraschend hohe Inflation
  • Analysten erhöhen Kursziele für Oracle
  • Massive Investitionen in Cloud-Infrastruktur

Der neue Boardsitz ist besetzt, die Wachstumsziele sind ambitioniert — und trotzdem steht die Aktie unter Druck. Bei Oracle laufen gerade mehrere große Entwicklungen parallel, die das Bild des Konzerns grundlegend verändern.

Anfang Mai 2026 berief Oracle Dr. Tomislav Mihaljevic in seinen Verwaltungsrat. Der CEO der Cleveland Clinic wird als dreizehntes Mitglied das Gremium verstärken — eine formelle Wahl durch die Aktionäre ist für November 2026 geplant. Der Schritt passt zur Strategie: Oracle baut sein Geschäft mit Cloud-Lösungen für das Gesundheitswesen gezielt aus.

Inflation drückt auf den Kurs

Makroökonomisch war die vergangene Woche schwierig. Der US-Verbraucherpreisindex für April zeigte eine Jahresinflation von 3,8 Prozent — etwas über den Erwartungen. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg daraufhin auf 4,46 Prozent. Für wachstumsstarke Technologiewerte ist das ein klassisches Belastungsszenario: Höhere Zinsen drücken die Bewertungen.

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Die Oracle-Aktie schloss zuletzt bei 159,20 Euro. Auf Sieben-Tage-Sicht steht ein Minus von knapp 3,6 Prozent. Immerhin: Über 30 Tage hat das Papier rund 20 Prozent zugelegt — der jüngste Rücksetzer ist also eher Konsolidierung als Trendwende.

Analysten bleiben optimistisch

Trotz des Gegenwinds halten mehrere Banken an positiven Einschätzungen fest. Wedbush erhöhte das Kursziel auf 275 Dollar und bekräftigte sein „Outperform“-Rating. Die Begründung: Oracle profitiere strukturell vom Ausbau der KI-Infrastruktur. Oppenheimer zog nach und hob das Ziel auf 235 Dollar an — mit der Einstufung als „Top Pick“ wegen starker Nachfrage nach Technologieinfrastruktur.

Für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 erwartet das Management einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 1,96 und 2,00 Dollar. Das Umsatzwachstum soll zwischen 19 und 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr liegen.

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Umbau im großen Stil

Hinter den Kulissen läuft eine tiefgreifende Transformation. Oracle plant den Abbau von rund 30.000 Stellen — etwa 18 Prozent der weltweiten Belegschaft. Das Ziel ist eine schlankere Kostenstruktur.

Parallel dazu investiert der Konzern massiv in physische Infrastruktur. Für das laufende Geschäftsjahr plant Oracle Investitionsausgaben von 50 Milliarden Dollar, um die Kapazitäten für Cloud und KI auszubauen. Das Auftragspolster stützt diesen Kurs: Der Auftragsbestand liegt bei 553 Milliarden Dollar. Hinzu kommt eine verlängerte Partnerschaft mit Samsung, das seine globale Softwareentwicklung künftig auf Oracle Java SE standardisiert.

Der Umbau ist riskant, aber die Richtung ist klar. Wer auf Oracles KI-Infrastrukturwette setzt, bekommt mit den Q4-Zahlen — erwartet im Juni — den nächsten konkreten Datenpunkt zur Überprüfung der Wachstumsprognosen.

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