Oracle bekommt von Analysten derzeit viel Zuspruch. Der Ton ist klarer geworden, weil der Konzern mit Cloud-Infrastruktur und KI-Geschäft spürbar liefert. Gleichzeitig bleibt die Bewertung nicht einheitlich.
Analysten werden zuversichtlicher
Wedbush hob das Kursziel auf 275 Dollar an und verwies auf die starke Dynamik bei der KI-Infrastruktur sowie auf einen Rekord-Auftragsbestand. Der Markt blickt damit auf ein Unternehmen, das vom Boom bei Rechenleistung und Datenzentren profitiert.
Auch die breite Analystenbasis bleibt freundlich. 42 beobachtete Häuser stufen die Aktie im Schnitt mit „Moderate Buy“ ein. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 261,46 Dollar.
Nicht alle ziehen in dieselbe Richtung. JPMorgan senkte das Ziel auf 210 Dollar, Jefferies erhöhte es auf 320 Dollar. Das zeigt: Die Erwartungen steigen, aber nicht ohne Vorbehalte.
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Operativ liefert Oracle ab
Im dritten Geschäftsquartal 2026 setzte Oracle 17,19 Milliarden Dollar um. Das war ein Plus von 21,7 Prozent im Jahresvergleich. Der Gewinn je Aktie lag mit 1,79 Dollar über den Erwartungen.
Besonders stark entwickelte sich die Cloud-Infrastruktur. Der Umsatz in diesem Bereich sprang um 84 Prozent nach oben. Dazu kommen laufende Verträge, etwa im Verteidigungsumfeld und mit Partnern wie Samsung.
Für Anleger ist vor allem der Auftragsbestand interessant. Er liegt bei 553 Milliarden Dollar. Daraus muss Oracle nun Umsatz machen. Genau hier entscheidet sich, wie viel von der KI-Fantasie in echte Zahlen übergeht.
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Aktie bleibt gefragt, aber volatil
Auch institutionelle Investoren haben zuletzt nachgelegt. Cornerstone Wealth Management stockte um 28,8 Prozent auf. Vanguard und Invesco bauten ebenfalls aus. Andere Adressen, darunter AustralianSuper, reduzierten ihre Position.
An der Börse hat die Aktie in den vergangenen Wochen zuletzt wieder Tritt gefasst. Auf Sicht von 30 Tagen liegt sie fast 15 Prozent im Plus. Der Kurs von 166,20 Euro notiert aber weiter rund 41 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Der RSI bei 68 signalisiert zudem einen schon recht heißen Verlauf.
Der Blick auf das nächste Quartal
Oracle hat für das vierte Geschäftsquartal 2026 einen Gewinn je Aktie von 1,96 bis 2,00 Dollar in Aussicht gestellt. Im Juni stehen neue Finanzdaten an. Dann zeigt sich, wie viel aus dem riesigen Auftragsbestand bereits in harte Umsätze geflossen ist.
Auch die Dividende bleibt ein Teil des Profils. Oracle zahlt 0,50 Dollar je Quartal, die Rendite liegt bei etwa 1,0 Prozent. Für den Kurs bleibt damit vor allem wichtig, ob Cloud und KI weiter schneller wachsen als die skeptischeren Stimmen es erwarten.
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