Oracle hat einen neuen Großkunden gewonnen — und der kommt nicht aus der Tech-Welt. DENSO Corporation, einer der größten Automobilzulieferer weltweit, baut seine globale Lieferkette auf Oracle-Technologie um. Das zeigt, wie weit Oracle seine KI-Cloud inzwischen in die Industrie trägt.
Automobilriese setzt auf Oracle-Cloud
DENSO integriert die Oracle Fusion Cloud Applications um Module für Planung, Beschaffung, Fertigung und Logistik. Das Ziel: mehr Transparenz in der Lieferkette, niedrigere Kosten, schnellere Entscheidungen. Die Partnerschaft startete im April. Ein Pilotprojekt an Auslandsstandorten folgt in etwa zwei Jahren, danach rollt DENSO das System schrittweise weltweit aus.
Das Besondere: DENSO und Oracle gründen gemeinsam ein sogenanntes AI Center of Excellence. Dort sollen KI-Agenten entwickelt und eingesetzt werden, um Abläufe weiter zu automatisieren. Oracle dringt damit tief in die operative Infrastruktur eines globalen Industriekonzerns vor — weit jenseits klassischer Hyperscaler-Workloads.
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Kurs springt, Zahlen liefern Rückenwind
Die Aktie reagierte mit einem Plus von rund 4 Prozent auf 169,81 US-Dollar am Dienstag. Auf Eurobasis schloss das Papier am Mittwoch bei 144,62 Euro — ein Anstieg von fast 24 Prozent innerhalb von sieben Tagen. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie allerdings noch rund 13 Prozent im Minus.
Der Kursschub hat fundamentale Grundlagen. Im jüngsten Quartal erzielte Oracle einen Gesamtumsatz von 17,2 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Cloud-Umsatz kletterte um 44 Prozent auf 8,9 Milliarden Dollar. Die Cloud-Infrastruktur wuchs sogar um 84 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar. Kein Wunder, dass Anleger die Aktie nach oben treiben.
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Backlog und Bauprojekte als Fundament
Hinter dem Wachstum steckt ein massiver Auftragsbestand. Oracles verbleibende Leistungsverpflichtungen — also fest gebuchte, noch nicht abgerechnete Kundenverträge — summierten sich zuletzt auf 553 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 325 Prozent gegenüber dem Vorjahr und schließt große KI-Verträge mit Technologiekonzernen ein.
Parallel schreitet der Ausbau der Infrastruktur voran. Die Finanzierung für ein riesiges KI-Rechenzentrum in Michigan soll um den 17. April abgeschlossen werden. Das Gesamtvolumen der Finanzierungsstruktur beläuft sich auf 16,3 Milliarden US-Dollar, angeführt von der Bank of America. Blackstone steuert zwei Milliarden Dollar als Eigenkapital bei, der Rest wird über langlaufende Anleihen mit einer Rendite von rund 7,5 Prozent aufgebracht.
Mizuho bestätigte im März ein „Outperform“-Rating mit einem Kursziel von 400 US-Dollar und verwies auf den RPO-Backlog als zentrales Argument. Der Median der Wall-Street-Schätzungen liegt für 2026 bei 246 bis 264 US-Dollar — vorausgesetzt, Oracle hält die Bruttomarge stabil über 30 Prozent. Der DENSO-Deal liefert dafür ein weiteres Argument.
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