Die Oracle-Aktie legte am Donnerstag um knapp 3 Prozent zu – und das nicht ohne Grund. Gleich zwei Entwicklungen treiben den Cloud-Spezialisten aktuell nach vorn: Europäische Konzerne setzen verstärkt auf Oracle-Infrastruktur für KI-Projekte, während gleichzeitig die TikTok-Rettung in den USA konkrete Formen annimmt.
ByteDance besiegelt Oracle-Deal
Am 22. Januar 2025 finalisierte ByteDance die Vereinbarung für ein neues Joint Venture in den USA. Die Konstruktion ist bemerkenswert: Amerikanische und globale Investoren – darunter Oracle, Silver Lake und das Abu Dhabi-basierte MGX – halten künftig 80,1 Prozent an „TikTok USDS Joint Venture LLC“. ByteDance verbleibt lediglich eine Beteiligung von 19,9 Prozent.
Für Oracle bedeutet das nicht nur eine strategische Rolle bei der Sicherung von Nutzerdaten und Algorithmen. Der Konzern positioniert sich als unverzichtbarer Partner für sensible, datenintensive Anwendungen – ein Signal, das bei Investoren ankommt.
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Europäische Unternehmen drängen in die Oracle-Cloud
Parallel dazu zeigt eine aktuelle Studie der Information Services Group (ISG): Europas Konzerne betrachten Oracle zunehmend als Spezialist für KI-intensive Workloads. Besonders attraktiv: Die eingebauten KI-Funktionen in Oracle Fusion Applications, die nicht als Add-on, sondern als Kernbestandteil der Basissubskription geliefert werden.
Die Zahlen sprechen für sich: 38 Dienstleister wurden für den europäischen Markt evaluiert. Anbieter wie Accenture, Capgemini und TCS gelten mittlerweile als führend bei der Implementierung von Oracle-Cloud-Lösungen. Sie entwickeln eigene, branchenspezifische KI-Agenten für den Oracle AI Agent Marketplace – ein klares Indiz für wachsende Nachfrage.
Multicloud-Strategie als Trumpfkarte
Was Oracle von anderen Hyperscalern unterscheidet: Die nahtlose Integration in konkurrierende Cloud-Umgebungen. Europäische Firmen können Oracle-Datenbanken problemlos in fremden Cloud-Infrastrukturen betreiben – ein entscheidender Vorteil für Unternehmen, die bestehende Investitionen schützen und gleichzeitig KI-Innovationen vorantreiben wollen.
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Hinzu kommt: Operative Resilienz, Kostenkontrolle und regulatorische Sicherheit dominieren die Prioritätenlisten europäischer IT-Entscheider. Anbieter reagieren mit „Compliance-as-a-Service“-Paketen, die speziell auf EU-Souveränitätsvorgaben zugeschnitten sind. Oracle profitiert von diesem Trend, da seine Infrastruktur als kosteneffizient und performant für datenintensive KI-Anwendungen gilt.
Warum das für die Aktie zählt
Die Kombination aus TikTok-Engagement und europäischem Cloud-Boom unterstreicht Oracles strategische Neuausrichtung. Der Konzern positioniert sich nicht als universeller Hyperscaler, sondern als Spezialist für geschäftskritische, KI-getriebene Workloads – ein Segment mit deutlich höheren Margen.
Der Kurssprung vom Donnerstag zeigt: Der Markt honoriert diese Fokussierung. Während Wettbewerber um Marktanteile im breiten Cloud-Geschäft kämpfen, besetzt Oracle lukrative Nischen. Das TikTok-Projekt demonstriert dabei Vertrauenswürdigkeit auf höchster Ebene, die Europa-Offensive belegt wachsende kommerzielle Zugkraft.
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