Oracle Aktie: Pimco setzt alles ein

Oracle treibt KI-Infrastruktur mit Milliardenprojekt voran, während starkes operatives Wachstum und hohe Schuldenlast den Aktienkurs belasten.

Oracle Aktie
Kurz & knapp:
  • Pimco verhandelt über 14-Milliarden-Dollar-Finanzierung
  • KI-Campus in Michigan als Teil von Stargate
  • Cloud-Umsatz wächst um 44 Prozent
  • Hohe Schuldenlast drückt Aktienkurs

Vierzehn Milliarden Dollar für ein einziges Rechenzentrum — das ist der Maßstab, mit dem Oracle seine KI-Infrastruktur gerade aufbaut. Pimco, einer der weltgrößten Anleiheinvestoren, verhandelt laut informierten Kreisen mit der Bank of America über genau diese Summe. Das Ziel: die Finanzierung eines riesigen Rechenzentrums-Campus in Saline Township, Michigan.

Ein Mega-Projekt für OpenAI

Das Projekt in Michigan ist Teil des sogenannten Stargate-Vorhabens, das Oracle gemeinsam mit OpenAI und dem Entwickler Related Digital vorantreibt. Der Campus umfasst rund 250 Hektar und soll eine Kapazität von einem Gigawatt erreichen — bestätigt wurde das Vorhaben bereits im Oktober 2025.

Das Gesamtfinanzierungsvolumen beläuft sich auf 16,3 Milliarden Dollar. Rund 15 Prozent davon sollen als Eigenkapital fließen, unter anderem erwartet Blackstone einen Beitrag von etwa zwei Milliarden Dollar. Den Rest soll eine Zweckgesellschaft über Anleihen aufnehmen — möglicherweise im sogenannten 144A-Format, bei dem Schuldtitel privat an institutionelle Investoren verkauft werden.

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Oracle selbst zeigte sich gegenüber Bloomberg zufrieden mit dem Fortschritt bei Finanzierung und Entwicklung des Projekts. Das Michigan-Vorhaben reiht sich ein in eine Serie vergleichbarer Finanzierungen: Oracle ist bereits in Projekte in Texas, Wisconsin und New Mexico mit einem kombinierten Schuldenvolumen von rund 56 Milliarden Dollar eingebunden.

Starke Zahlen, wachsende Schuldenlast

Operativ liefert Oracle: Das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 war nach eigenen Angaben das erste seit mehr als 15 Jahren, in dem sowohl der organische Gesamtumsatz als auch der bereinigte Gewinn je Aktie um mehr als 20 Prozent in US-Dollar wuchsen. Der Cloud-Umsatz stieg um 44 Prozent auf 8,9 Milliarden Dollar.

Die Kehrseite ist unübersehbar. Das aggressive Investitionsprogramm hat den freien Cashflow in den negativen Bereich gedrückt — auf minus 24,74 Milliarden Dollar auf Zwölfmonatsbasis. Die langfristigen Schulden kletterten auf 124,7 Milliarden Dollar, nach 85,3 Milliarden Dollar zum Ende des letzten Geschäftsjahres.

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Diese Spannung zwischen operativer Stärke und finanzieller Belastung spiegelt sich im Aktienkurs wider. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 29 Prozent verloren und notiert deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt.

Analysten gespalten

Cleveland Research stufte Oracle am 10. April auf Neutral herab. Mizuho hingegen bekräftigte im März sein Outperform-Rating mit einem Kursziel von 400 Dollar — und verwies auf Oracles KI-Infrastrukturvorteile sowie einen Auftragsbestand von 553 Milliarden Dollar als Begründung für die hohe Bewertung.

Dass Pimco nun als potenzieller Großgläubiger in Michigan auftritt, zeigt: Institutionelle Kapitalmärkte vertrauen der KI-Infrastruktur-These — auch wenn die zentrale Frage, wann Oracle seinen Rekordauftragsbestand in freien Cashflow umwandeln kann, noch keine klare Antwort hat.

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