Oracle sichert sich massiven politischen Einfluss. Gleich zwei Spitzenmanager des Softwarekonzerns ziehen in den neuen KI-Beraterstab von US-Präsident Donald Trump ein. Parallel dazu rollt das Unternehmen eine neue Generation von KI-Anwendungen für Geschäftskunden aus, um den Anschluss an Konkurrenten wie Microsoft zu halten. An der Börse verpuffen diese Nachrichten bislang jedoch wirkungslos.
Einzug ins Weiße Haus
Mit Executive Chairman Larry Ellison und Vize-Chefin Safra Catz besetzt Oracle gleich zwei der 13 Sitze im neu geschaffenen Beratergremium für Wissenschaft und Technologie (PCAST). Das vom Weißen Haus bestätigte Komitee soll die amerikanische Führungsrolle im Bereich der Künstlichen Intelligenz stärken. Für Oracle zahlt sich hier die langjährige politische Nähe Ellisons zur Trump-Administration aus. Bereits im vergangenen Jahr hatten beide gemeinsam ein 500 Milliarden US-Dollar schweres Investitionsprogramm für KI-Infrastruktur angekündigt.
Neue Software und alte Sorgen
Abseits der politischen Bühne treibt der Konzern sein operatives Geschäft voran. Auf einer Hausmesse in London präsentierte Oracle diese Woche 22 neue, KI-gesteuerte Unternehmensanwendungen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Assistenzsystemen arbeiten diese Agenten tief integriert in den bestehenden Sicherheits- und Freigabestrukturen der Kunden. Sie sollen komplexe Abläufe in den Bereichen Finanzen, Personal und Lieferketten selbstständig ausführen.
Obwohl das operative Geschäft brummt – der Auftragsbestand kletterte zuletzt um 325 Prozent auf 553 Milliarden US-Dollar –, straft der Markt die Papiere ab. Seit Jahresbeginn hat der Titel gut ein Viertel seines Wertes verloren und notiert aktuell bei 125,16 Euro. Verantwortlich für die Zurückhaltung der Investoren sind massive Ausgabenpläne. Die erwarteten Kapitalinvestitionen von rund 50 Milliarden US-Dollar für das Geschäftsjahr 2026 schüren Ängste vor einem anhaltend negativen freien Cashflow. Zudem warnen Analysten der Bank of America vor Umsetzungsrisiken bei der Umwandlung des riesigen Auftragsbestands in tatsächliche Umsätze.
Der Konzern positioniert sich derzeit aggressiv neu. Mit dem direkten Zugang zur US-Regierung und der tiefen Integration von KI-Agenten in bestehende Cloud-Systeme greift Oracle Rivalen wie SAP und Salesforce direkt an. Das Management setzt spürbar darauf, die Wahrnehmung der Wall Street zu verändern: weg von der reinen Infrastruktur-Story, hin zur zentralen KI-Plattform für Großunternehmen.
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