Oracle: Pentagon-Deal mit sieben Tech-Firmen

Trotz strategischer Pentagon- und KI-Deals notiert Oracle 51% unter dem Jahreshoch. Analysten sehen Aufholpotenzial bei moderatem Kauf.

Oracle Aktie
Kurz & knapp:
  • Kurs liegt 51% unter Jahreshöchststand
  • Pentagon-Vertrag für KI-Integration
  • Wasserstoff-Rechenzentren in Planung
  • Stargate-Projekt beruhigt Anleger

Rund die Hälfte des Kurswertes ist weg. Oracle-Aktien notieren gut 51 Prozent unter ihrem Jahreshoch von September 2025 — und das, obwohl der Konzern gerade eine Reihe strategisch bedeutender Verträge abschließt. Der Widerspruch ist real.

Pentagon-Vertrag und Wasserstoff-Rechenzentren

Oracle gehört zu sieben Technologieunternehmen, die Verträge mit dem US-Verteidigungsministerium unterzeichnet haben. Ziel ist die Integration von KI in militärische Abläufe — ohne Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter. Ein klassisches Multi-Vendor-Modell, das Oracle eine stabile Grundlast sichert.

Parallel dazu treibt der Konzern das „Project Jupiter“ voran. Das Rechenzentrum-Projekt in New Mexico setzt auf wasserstoffbasierte Brennstoffzellen. Ähnliche Vorhaben entstehen in Michigan und Arizona. Gewerkschaften begleiten den Ausbau aktiv — was die Genehmigungsprozesse in regulierungsintensiven Bundesstaaten erleichtert.

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Stargate-Partnerschaft beruhigt Anleger vorerst

Lange dominierte ein anderes Thema die Stimmung: die finanzielle Belastbarkeit des „Stargate“-Infrastrukturprogramms. Das Vorhaben hat ein Volumen von 300 Milliarden Dollar. Nachdem OpenAI-Führungskräfte zuletzt operative Projektionen bestätigt haben, hat sich die Nervosität etwas gelegt.

Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch. Der Konsens liegt bei „Moderat Kaufen“, das mittlere Kursziel bei 259,56 Dollar. Zum aktuellen Kurs von 137,66 Euro — nach einem Wochenverlust von rund fünf Prozent — wäre das ein erhebliches Aufholpotenzial. Allerdings: Der RSI liegt bei 33,5, was auf eine überverkaufte Lage hindeutet, aber noch keinen klaren Wendepunkt signalisiert.

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Kapitalkosten versus Rückfluss

Das eigentliche Problem ist struktureller Natur. Jefferies hat die steigenden Investitionsausgaben der vier größten US-Hyperscaler analysiert. Bis 2026 könnten diese einen Großteil des operativen Cashflows beanspruchen. Oracle selbst erwartet positiven freien Cashflow erst ab 2029.

Der Auftragsbestand ist mit 553 Milliarden Dollar beeindruckend. Der Quartalsumsatz lag zuletzt bei 17,19 Milliarden Dollar. Die Frage, die Investoren beschäftigt: Wie schnell lässt sich dieser Backlog in echte Einnahmen umwandeln — bei wachsendem Wettbewerb und hohem Kapitalbedarf?

Das Kursgeschehen der kommenden Wochen dürfte stark davon abhängen, ob Oracle konkrete Signale zur Beschleunigung seiner KI-Infrastruktur liefert. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt derzeit fast 25 Prozent — Raum nach oben ist vorhanden, aber er muss erst verdient werden.

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