Die Quartalszahlen von Oxford Lane Capital haben Spuren hinterlassen. Der geschlossene Fonds, der auf CLO-Investments spezialisiert ist, meldete für das vierte Fiskalquartal einen deutlichen Rückgang des Nettoinventarwerts (NAV). Die Aktie notiert aktuell bei 9,99 USD – ein Minus von über 33 Prozent seit Jahresbeginn.
NAV pro Aktie fällt um fast ein Drittel
Der NAV je Aktie sackte von 15,51 USD (Ende Dezember) auf 10,56 USD zum 31. März 2026 ab. Treiber waren Abschreibungen von rund 381 Millionen Dollar sowie realisierte Verluste von 38,4 Millionen. Das operative Minus lag bei 365 Millionen Dollar oder 3,74 USD je Aktie.
Auch die Erträge gaben nach. Das GAAP-Investmenteinkommen sank auf 94 Millionen Dollar – 24 Millionen weniger als im Vorquartal. Der Netto-Investmentertrag fiel auf 54,5 Millionen Dollar (0,56 USD je Aktie), nach 71,8 Millionen im dritten Quartal.
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Besser hielt sich das operative Kerngeschäft. Das Core Net Investment Income erreichte 100,7 Millionen Dollar oder 1,03 USD je Aktie. Im Vorquartal waren es noch 108,9 Millionen.
Marktbedingungen belasten das Portfolio
Das Management erklärte den Einbruch mit einem Ausverkauf am amerikanischen Kreditmarkt. Besonders betroffen: Technologie- und Softwaretitel. Hinzu kam eine schrumpfende Zahl von Käufern für CLO-Eigenkapital. Die Folge: größere Spreads zwischen An- und Verkaufskursen.
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Seit Quartalsende hat sich die Lage jedoch stabilisiert. Im April und Mai verbesserte sich die Liquidität spürbar. CLO-Käufer kehren demnach an den Markt zurück. Der Fonds selbst blieb aktiv: Das Handelsvolumen mit CLO-Positionen überstieg 75 Millionen Dollar.
Der Vorstand hält an der Ausschüttung fest. Für Juli, August und September 2026 sind monatliche Dividenden von 0,20 USD je Aktie angekündigt. Die Vorzugsaktie der Serie 2029 erhält 0,1484 USD pro Monat.
Die Aktie notiert mit rund 9,99 USD deutlich unter dem NAV von zuletzt geschätzt 11,27 USD (Stand 30. April). Der Sprung zum 52-Wochen-Hoch von über 20 USD beträgt mehr als 50 Prozent. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt mit rund 192 weit über dem Fünfjahres-Median – ein Zeichen für die angespannte Bewertungslage.
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