Ein neues Aktienprogramm und schwache Quartalszahlen setzen Oxford Square Capital massiv unter Druck. Die Aktie des BDC (Business Development Company) fiel in den vergangenen Tagen auf ein neues 52-Wochen-Tief. Bei 1,10 Euro lag der tiefste Stand. Freitag schloss das Papier bei 1,16 Euro, ein Minus von 3,35 Prozent an einem Tag. Die Wochenbilanz: minus 18,95 Prozent.
Seit Jahresbeginn verlor die Aktie 22,38 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 2,10 Euro fehlen 45 Prozent. Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt beträgt minus 24 Prozent. Das ist ein klares Zeichen für eine intakte Abwärtsbewegung.
Neues ATM-Programm: Verwässerung droht
Am 5. Mai 2026 erweiterte Oxford Square Capital sein bestehendes Aktienprogramm. Ein Prospectus Supplement erlaubt den Verkauf von Stammaktien im Wert von bis zu 150 Millionen US-Dollar. Die Verkaufsagenten Lucid Capital Markets und Ladenburg Thalmann erhalten dafür eine Vergütung von maximal 2,0 Prozent oder der Spanne zum NAV.
Bereits zwischen August 2019 und April 2026 verkaufte das Unternehmen knapp 37,8 Millionen Aktien über ein früheres Programm. Der Erlös lag bei rund 96 Millionen US-Dollar. Derzeit sind 93,5 Millionen Aktien ausstehend. Der Nettoinventarwert pro Aktie beträgt 1,32 US-Dollar – nahe am aktuellen Börsenkurs von 1,16 Euro.
Das Timing fällt auf. Die Aktie notiert deutlich unter dem Niveau, zu dem in den vergangenen Quartalen verkauft wurde. Das neue Programm könnte die Verwässerung für bestehende Aktionäre beschleunigen. Die Aktie notiert zudem mit einem Aufschlag von rund 35 Prozent zum NAV. Die Dividendenrendite liegt bei 23,6 Prozent – aber die Ausschüttung übersteigt das Netto-Investmenteinkommen.
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Schwaches erstes Quartal
Die Zahlen für Q1 2026 verfehlten die Erwartungen klar. Der Umsatz lag bei 8,94 Millionen US-Dollar – 12,3 Prozent unter der Analystenschätzung von 10,19 Millionen. Der bereinigte Gewinn je Aktie betrug 0,05 US-Dollar, die Prognose lag bei 0,0612 US-Dollar.
Das Netto-Investmenteinkommen fiel auf 4,1 Millionen US-Dollar. Im Vorquartal waren es noch 5,4 Millionen, vor einem Jahr 6,1 Millionen. Addiert man unrealisierte und realisierte Verluste, ergibt sich ein Minus von 29,7 Millionen US-Dollar oder 0,34 US-Dollar je Aktie.
Der NAV pro Aktie brach von 1,69 auf 1,32 US-Dollar ein. Die Gesamtrendite auf NAV-Basis lag bei minus 15,68 Prozent für das Quartal.
Portfolio unter Druck
Die gewichtete Durchschnittsrendite des Portfolios sank auf 10,8 Prozent von 11,3 Prozent im Vorquartal. Die liquiden Mittel schrumpften von 51,9 auf 40,9 Millionen US-Dollar.
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Das Management bestätigte die monatliche Ausschüttung von 0,035 US-Dollar pro Aktie für die Monate Juli bis September. Allerdings zehrt die hohe Ausschüttung am Kapital. Der schwächelnde US-Markt für Leveraged Loans belastet zusätzlich. Kreditpreise und Ratings fielen, Ausfälle und Notlagen nahmen zu. Im Quartal flossen rund 5,1 Milliarden US-Dollar aus Kreditfonds ab.
Oxford Square investierte trotzdem in zwei KI-Unternehmen: Invisible Technologies und Infinity Constellation. Ein strategischer Schritt – aber noch ohne messbaren Effekt auf die Erträge.
Technisches Bild ohne Boden
Die kurzfristigen und langfristigen gleitenden Durchschnitte senden Verkaufssignale. Der langfristige Durchschnitt liegt über dem kurzfristigen – klassisch bärisch. Die Aktie notiert 28 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 1,60 Euro. Der RSI liegt bei 57,3 Punkten, also im neutralen Bereich.
Bei einer Erholung stößt der Kurs auf Widerstand bei 1,72 und 1,84 Euro – umgerechnet aus den US-Werten. Ein Verkaufssignal von einem Pivot-Hoch vom 5. Mai zeigt weitere Abwärtsrisiken an.
Für das zweite Quartal erwarten Analysten einen Umsatz von 10,38 Millionen US-Dollar und einen Gewinn von 0,0612 US-Dollar je Aktie. Das wäre eine deutliche Verbesserung gegenüber Q1. Ob Oxford Square diese Werte erreicht, hängt auch davon ab, wie schnell das neue ATM-Programm die Aktienbasis aufbläht. Der Sommer wird zur Bewährungsprobe.
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