Palantirs Software steuert Drohnen in der Ukraine und beschert dem Konzern Rekordgewinne. CEO Alex Karp traf sich am Dienstag mit Präsident Wolodymyr Selenskyj in Kiew. Die Börse reagiert mit einem Schulterzucken. Bei dem Datenanalyse-Spezialisten klaffen operative Realität und Aktienkurs derzeit weit auseinander.
KI-Einsatz an der Front
Kiew setzt im Krieg gegen Russland massiv auf künstliche Intelligenz. Das Projekt „Brave1 Dataroom“ bündelt wertvolle Gefechtsdaten. Palantir liefert dafür die technologische Basis. Über einhundert Firmen trainieren aktuell unzählige KI-Modelle zur Drohnenabwehr.
Das Ziel: Die ukrainische Armee will feindliche Luftziele vollständig identifizieren. Die Abfangquote soll auf mindestens 95 Prozent steigen. Palantirs Software „MetaConstellation“ führt bereits seit vier Jahren Satelliten- und Drohnendaten zu einem präzisen Zielbild zusammen.
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Karp steht wegen dieser Zusammenarbeit laut britischen Medienberichten auf einer Todesliste des Kremls. Die enge Verzahnung mit US-Geheimdiensten bringt jedoch auch geschäftliche Nachteile. Die Schweizer Armee beendete Ende 2025 den Einsatz der Palantir-Software. Prüfer befürchteten einen unautorisierten Datenabfluss in die USA. Diese Bedenken begleiten das Unternehmen nun auch beim Ukraine-Einsatz.
Rekordwachstum trifft auf hohe Bewertung
Operativ läuft es für den Konzern glänzend. Der Umsatz schoss im ersten Quartal um 85 Prozent auf 1,63 Milliarden US-Dollar nach oben. Das ist der schnellste Anstieg seit mindestens sechs Jahren. Der bereinigte Gewinn je Aktie übertraf die Analystenerwartungen deutlich.
Parallel dazu füllen sich die Auftragsbücher in Rekordtempo. Der Bestand an noch nicht abgewickelten Verträgen verdoppelte sich nahezu auf knapp 12 Milliarden Dollar. Die Nachfrage im Regierungssektor ist enorm. Palantir lehnt mittlerweile sogar kommerzielle Aufträge ab. Das Team kommt mit der Arbeit für staatliche Kunden schlicht nicht hinterher.
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Anleger machen Kasse
Trotz dieser Zahlen steht die Aktie unter Druck. Am Mittwoch fiel der Kurs um knapp vier Prozent auf 111,40 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier damit über 22 Prozent an Wert verloren. Der Abstand zum Jahreshoch aus dem vergangenen November wächst zusehends.
Der Grund liegt in der Bewertung. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis für die kommenden zwölf Monate liegt bei 87. Das entspricht einem massiven Aufschlag gegenüber der restlichen Softwarebranche. Die rasant steigenden Gewinne drücken diese Kennzahl zwar langsam nach unten. Investoren fordern auf diesem Preisniveau aber makellose Perspektiven.
Das Kiew-Treffen untermauert Palantirs Sonderstellung im Bereich der militärischen KI. Die geopolitische Relevanz ist unbestritten. Eine nachhaltige Kurserholung erfordert jedoch mehr als symbolträchtige Besuche. Das hohe Bewertungsniveau lässt sich nur rechtfertigen, wenn das Unternehmen im laufenden Quartal noch schneller neue Verträge abschließt.
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