Palantir-Aktie: Alles kaputt!?

Politische Bedenken in Europa setzen Palantir zu. Berichte über Abhängigkeiten und mögliche Vertragskündigungen belasten die Aktie.

Palantir Aktie - Beitragsbild
Kurz & knapp:
  • Aktie verliert 4,4 Prozent an einem Tag
  • Britischer Ausschuss kritisiert NHS-Vertrag
  • Niederlande planen Palantir-Ersatz in zwei Jahren
  • Hohe Bewertungskennzahlen trotz Kursverlusten

Palantir gehörte wie so viele andere Titel in den USA auf Basis „guter“ Wirtschaftsdaten und der damit verbundenen Befürchtung, die Zinsen würden steigen noch gestern zu den schwächeren Technologiewerten. Die Aktie verlor 4,40 % auf 116,48 Euro. Der Rückgang fällt in eine ohnehin schwache Phase. Das Papier hat innerhalb einer Woche 13,09 % eingebüßt und auf Jahressicht 25,86 % im Minus notiert. Hintergrund ist eine neue politische Debatte in Europa über die Rolle des US-Konzerns bei staatlichen Datenplattformen.

Palantir: Das spielt könnte wenn nicht aus, aber doch reduziert sein!

Auslöser ist jüngst ein Bericht des britischen Parlamentsausschusses für Wissenschaft, Innovation und Technologie gewesen. Die Abgeordneten warnen vor einer zu starken Abhängigkeit öffentlicher Einrichtungen von einzelnen ausländischen Technologieanbietern. Im Zentrum der Kritik steht die Federated Data Platform des britischen Gesundheitsdienstes NHS. Der Vertrag besitzt ein Volumen von 330 Millionen Pfund beziehungsweise rund 445 Millionen US-Dollar und läuft über maximal sieben Jahre.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Palantir?

Besonders relevant ist die Empfehlung des Ausschusses, die nächste Kündigungsmöglichkeit im Februar 2027 aktiv zu prüfen. Damit steht erstmals ein konkreter politischer Mechanismus zur Debatte, der die langfristige Zusammenarbeit mit Palantir beeinträchtigen könnte.

Die Diskussion beschränkt sich nicht auf den Gesundheitssektor. Auch ein Vertrag mit dem britischen Verteidigungsministerium im Volumen von 240 Millionen Pfund wird von den Abgeordneten kritisch bewertet. Der Auftrag war ursprünglich ohne reguläres Ausschreibungsverfahren vergeben worden und dient nun als weiteres Beispiel für die Konzentration staatlicher IT-Projekte auf einzelne Anbieter.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Palantir?

Auch wächst der politische Gegenwind in anderen europäischen Staaten. Der niederländische Verteidigungsstaatssekretär Derk Boswijk erklärte vor wenigen Tagen, dass Palantir innerhalb von zwei Jahren durch andere Lösungen ersetzt werden solle. In Deutschland entschied sich zudem das Bundesamt für Verfassungsschutz gegen Palantir und für den französischen Anbieter ChapsVision.

Diese politischen Entwicklungen treffen auf eine ambitionierte Bewertung. Die Marktkapitalisierung liegt bei 325 Milliarden US-Dollar. Für 2026 wird ein KGV von 100 erwartet. Selbst für 2027 liegt die Kennzahl noch bei 74,3. Dabei wird das Unternehmen mit dem 40,6-fachen des erwarteten Umsatzes bewertet. Und doch: Analysten sehen hier noch deutlich steigende Kurse. Dies gilt es weiterhin zu beachten!

Palantir-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Palantir-Analyse vom 6. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Palantir-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Palantir-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Palantir: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Palantir

Über Mirko Hennecke 2201 Artikel

Mirko Hennecke ist ein aufstrebender Wirtschaftsjournalist, der mit 25 Jahren bereits eine beeindruckende Karriere vorweist. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Analysen, klare Sprache und ein tiefes Verständnis globaler wirtschaftlicher Zusammenhänge aus.
Spezialisiert auf internationale Finanzmärkte, Wirtschaftspolitik und makroökonomische Entwicklungen, verbindet er präzise Recherche mit einer frischen, zugänglichen Perspektive.

Seine journalistische Laufbahn begann in einer renommierten deutschen Wirtschaftsredaktion, wo er durch analytisches Denken und prägnante Berichterstattung schnell Aufmerksamkeit erregte. Stationen in London und Zürich vertieften sein Verständnis für die europäische Finanzwelt und globale Marktmechanismen. Heute arbeitet Mirko als unabhängiger Journalist und veröffentlicht regelmäßig in führenden Wirtschafts- und Fachmedien im deutschsprachigen Raum, darunter angesehene Publikationen.

Mirko hat einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften (B.Sc.) von einer deutschen Spitzenuniversität, ergänzt durch ein Zertifikat in Finanzjournalismus. Seine Artikel bieten nicht nur Orientierung in komplexen Themen, sondern wurden auch mehrfach ausgezeichnet, darunter ein Nachwuchsjournalismus-Preis im Jahr 2023. Als gefragter Gastautor trägt er zudem zu internationalen Plattformen bei, wo er wirtschaftspolitische Trends und makroökonomische Analysen beleuchtet.

Mit einem Gespür für aktuelle Entwicklungen und einer klaren Handschrift ist Mirko Hennecke eine Stimme, die in der Wirtschaftsberichterstattung gehört wird – sachlich, fundiert und stets am Puls der Zeit.