Zwei Schauplätze definieren aktuell die strategische Lage von Palantir. In Kiew plant CEO Alex Karp mit der ukrainischen Führung den nächsten KI-Einsatz an der Front. In London kämpft der Datenkonzern derweil um seinen Ruf und einen lukrativen Gesundheitsauftrag.
KI-Waffen für die Ukraine
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj empfing Karp am Dienstag in Kiew. Beide Seiten wollen ihre seit 2022 bestehende Partnerschaft massiv ausbauen. Im Zentrum steht das Projekt „Brave1 Dataroom“. Hier entwickelt Kiew mithilfe von Palantir neue KI-Werkzeuge, um russische Drohnen abzufangen und riesige Mengen an Aufklärungsdaten auszuwerten.
Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow betonte die operative Tiefe der Kooperation. Die Technologie fließt direkt in die Planung ukrainischer Angriffe auf russischem Boden ein. Karp selbst bezeichnete den Innovationszyklus der Ukraine unter Kriegsbedingungen als beispiellos.
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Gegenwind im britischen Gesundheitswesen
Während das Militärgeschäft floriert, wächst in Großbritannien der politische Druck. Der nationale Gesundheitsdienst NHS gewährt Palantir-Mitarbeitern neuerdings weitreichende Admin-Rechte für Patientendaten. Bisher war der Zugriff auf den entsprechenden Datenspeicher streng limitiert. Palantir liefert die Software für dieses 330 Millionen Pfund schwere Datenprojekt.
Abgeordnete warnen nun vor einem massiven Vertrauensverlust in der Bevölkerung. Palantir wehrt sich gegen die Vorwürfe. Das Unternehmen trete nur als Datenverarbeiter auf. Eine anderweitige Nutzung der Informationen sei illegal und technisch unmöglich. Dennoch diskutieren britische Regierungsvertreter offen darüber, den Vertrag im Jahr 2027 vorzeitig aufzulösen.
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Rekordzahlen treffen auf hohe Bewertung
Die operative Kontroverse trifft auf eine angespannte Lage an der Börse. Erst vor gut einer Woche meldete Palantir das stärkste Quartal seiner Geschichte als börsennotiertes Unternehmen. Der Umsatz sprang im Jahresvergleich um 85 Prozent auf 1,63 Milliarden US-Dollar. Das verbleibende Vertragsvolumen verdoppelte sich nahezu auf 11,8 Milliarden Dollar.
Trotz dieser Wachstumsraten reagierten Anleger kühl. Die Aktie notiert aktuell bei rund 114 Euro und liegt damit seit Jahresbeginn gut 20 Prozent im Minus. Ein wesentlicher Grund ist die ambitionierte Bewertung. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 75 lässt das Papier kaum Spielraum für Enttäuschungen.
Die Entwicklungen in Kiew und London zeigen die fundamentale Herausforderung für Palantir. Das Unternehmen baut seine Rolle in sensiblen Regierungs- und Verteidigungssektoren weiter aus. Hält die Kritik an der Datenverarbeitung im zivilen Gesundheitswesen jedoch an, steht ein zentraler Wachstumspfeiler des Konzerns auf dem Prüfstand.
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