Großinvestoren kaufen massiv zu — und trotzdem notiert die Palantir-Aktie rund 34 Prozent unter ihrem Allzeithoch. Dieses Spannungsfeld prägt die aktuelle Diskussion um den KI-Softwareanbieter.
Institutionelle schieben Kapital in Richtung Palantir
Axxcess Wealth Management LLC hat seine Palantir-Position im zuletzt gemeldeten Quartal um mehr als 900 Prozent aufgestockt und hält nun über eine Million Aktien im Wert von rund 181,6 Millionen Dollar. Das ist kein Einzelfall. Mehrere Vermögensverwalter meldeten im ersten Quartal 2026 neue oder ausgebaute Positionen — darunter RMR Capital Management mit einem Neueinstieg über 273.000 Dollar und Pathway Wealth Management mit 380.000 Dollar. Die institutionelle Eigentumsquote liegt inzwischen bei 45,65 Prozent.
Was treibt diesen Zufluss? Palantir liefert operative Zahlen, die kaum Widerspruch zulassen. Im ersten Quartal 2026 kletterte der Gesamtumsatz auf 1,63 Milliarden Dollar — ein Plus von 85 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders das US-Geschäft zieht: Der dortige Umsatz stieg um 104 Prozent auf 1,28 Milliarden Dollar. Das US-Kommerzgeschäft legte sogar um 133 Prozent auf 595 Millionen Dollar zu, getrieben von großflächigen Produktivdeployments der KI-Plattform AIP bei Fortune-500-Unternehmen.
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Starke Bilanz, aber ein KGV von 154
Die Bilanz unterstreicht die operative Stärke. Palantir verfügt über 8 Milliarden Dollar in Kasse und kurzfristigen US-Staatsanleihen, erzielt eine Nettomarge von 43,67 Prozent und eine Eigenkapitalrendite von 28,34 Prozent. Für das zweite Quartal 2026 erwartet das Management einen Umsatz zwischen 1,797 und 1,801 Milliarden Dollar.
Das Problem liegt woanders: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 154 lässt wenig Spielraum für Enttäuschungen. Manche Analysten sprechen von einer Aktie, die bereits perfekte Ergebnisse einpreist. Der GF-Fairmesswert liegt bei etwa 130 Dollar — deutlich unter dem aktuellen Kursniveau. Das Konsens-Kursziel der Analysten beträgt 195 Dollar, optimistischere Schätzungen reichen bis 225 Dollar.
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Kurs unter Druck, RSI im überkauften Bereich
An der Börse spiegelt sich die Unsicherheit wider. Auf Euro-Basis notiert die Aktie bei rund 118 Euro und liegt damit fast 15 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresbeginn beträgt das Minus knapp 17 Prozent. Der RSI von 70,5 signalisiert technisch überkaufte Bedingungen — ungewöhnlich für eine Aktie, die gleichzeitig so weit von ihrem Jahreshoch entfernt ist.
Parallel dazu erweitert sich das Produktangebot rund um die Aktie: GraniteShares hat diese Woche neue Autocallable-ETFs speziell auf Palantir aufgelegt, die Anlegern strukturierte Renditechancen auf Basis der hohen Volatilität des Titels bieten. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei fast 45 Prozent — Grundlage genug für solche Konstruktionen.
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