Palantir Aktie: Trump kauft für 630.000 Dollar

Palantir meldet 85 Prozent Umsatzplus, während Trumps Aktienkäufe für Diskussionen sorgen. Analysten bleiben gespalten.

Palantir Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatzsprung auf 1,63 Milliarden Dollar
  • Trump kaufte Palantir-Aktien im ersten Quartal
  • Aktie trotz Rekorden im Minus
  • Hauptversammlung fordert Menschenrechtsprüfung

Operativ liefert Palantir historische Rekorde am Fließband. An der Börse hingegen dominiert der Verkaufsdruck. Nun rückt eine brisante politische Offenlegung den Datenkonzern zusätzlich in ein ungewohntes Scheinwerferlicht.

Politische Brisanz

Neue Dokumente der US-Ethikbehörde zeigen auffällige Transaktionen. US-Präsident Donald Trump kaufte im ersten Quartal 2026 Palantir-Aktien im Wert von bis zu 630.000 US-Dollar. Wenige Wochen später lobte er die Militärtechnologie des Unternehmens auf seiner Plattform Truth Social explizit unter Nennung des Tickersymbols.

Der Beitrag zeigte unmittelbare Wirkung am Markt. Ein massiver Intraday-Abverkauf der Aktie kehrte sich nach dem Posting abrupt um. Das Weiße Haus verweist derweil auf einen von Trumps Kindern verwalteten Trust und weist Interessenskonflikte zurück. Palantir selbst schweigt zu den Vorgängen.

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Starkes Wachstum, teure Aktie

Abseits der politischen Bühne laufen die Geschäfte auf Hochtouren. Im abgelaufenen Quartal schoss der Umsatz um 85 Prozent auf 1,63 Milliarden US-Dollar nach oben. Besonders das US-Geschäft mit Unternehmenskunden explodierte mit einem Plus von 133 Prozent. Das Management hob daraufhin die Jahresprognose deutlich an.

Dennoch trennen sich Investoren von den Papieren. Seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie ein Minus von rund 19 Prozent und ging am Freitag bei 115,38 Euro aus dem Handel. Der Grund für die Zurückhaltung liegt in der sportlichen Bewertung. Ein erwartetes Kurs-Gewinn-Verhältnis von fast 100 lässt kaum Spielraum für Enttäuschungen.

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Gespaltene Analysten und Gegenwind

Entsprechend weit klaffen die Meinungen an der Wall Street auseinander. Während Rosenblatt das Kursziel auf 225 US-Dollar anhob, beharrt RBC Capital auf pessimistischen 90 US-Dollar. Jefferies-Analyst Brent Thill bringt das Dilemma auf den Punkt: Die Fundamentaldaten seien außergewöhnlich, die aktuelle Bewertung erfordere jedoch geradezu heldenhafte Annahmen über die zukünftige Beständigkeit.

Parallel dazu formiert sich institutioneller Widerstand. Auf der Hauptversammlung am 3. Juni fordern Investoren eine unabhängige Überprüfung der Software hinsichtlich möglicher Menschenrechtsverletzungen. Der Vorstand lehnt diesen Vorstoß ab und verweist auf strenge Vertraulichkeitspflichten.

Die nächste fundamentale Bewährungsprobe steht bereits fest. Am 3. August wird Palantir die Ergebnisse für das zweite Quartal präsentieren. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Gewinn von 0,33 US-Dollar je Aktie. Bis dahin bestimmen die anstehende Hauptversammlung und die Debatte um die präsidialen Aktiengeschäfte die Agenda.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.