Operativ liefert Palantir historische Rekorde am Fließband. An der Börse hingegen dominiert der Verkaufsdruck. Nun rückt eine brisante politische Offenlegung den Datenkonzern zusätzlich in ein ungewohntes Scheinwerferlicht.
Politische Brisanz
Neue Dokumente der US-Ethikbehörde zeigen auffällige Transaktionen. US-Präsident Donald Trump kaufte im ersten Quartal 2026 Palantir-Aktien im Wert von bis zu 630.000 US-Dollar. Wenige Wochen später lobte er die Militärtechnologie des Unternehmens auf seiner Plattform Truth Social explizit unter Nennung des Tickersymbols.
Der Beitrag zeigte unmittelbare Wirkung am Markt. Ein massiver Intraday-Abverkauf der Aktie kehrte sich nach dem Posting abrupt um. Das Weiße Haus verweist derweil auf einen von Trumps Kindern verwalteten Trust und weist Interessenskonflikte zurück. Palantir selbst schweigt zu den Vorgängen.
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Starkes Wachstum, teure Aktie
Abseits der politischen Bühne laufen die Geschäfte auf Hochtouren. Im abgelaufenen Quartal schoss der Umsatz um 85 Prozent auf 1,63 Milliarden US-Dollar nach oben. Besonders das US-Geschäft mit Unternehmenskunden explodierte mit einem Plus von 133 Prozent. Das Management hob daraufhin die Jahresprognose deutlich an.
Dennoch trennen sich Investoren von den Papieren. Seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie ein Minus von rund 19 Prozent und ging am Freitag bei 115,38 Euro aus dem Handel. Der Grund für die Zurückhaltung liegt in der sportlichen Bewertung. Ein erwartetes Kurs-Gewinn-Verhältnis von fast 100 lässt kaum Spielraum für Enttäuschungen.
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Gespaltene Analysten und Gegenwind
Entsprechend weit klaffen die Meinungen an der Wall Street auseinander. Während Rosenblatt das Kursziel auf 225 US-Dollar anhob, beharrt RBC Capital auf pessimistischen 90 US-Dollar. Jefferies-Analyst Brent Thill bringt das Dilemma auf den Punkt: Die Fundamentaldaten seien außergewöhnlich, die aktuelle Bewertung erfordere jedoch geradezu heldenhafte Annahmen über die zukünftige Beständigkeit.
Parallel dazu formiert sich institutioneller Widerstand. Auf der Hauptversammlung am 3. Juni fordern Investoren eine unabhängige Überprüfung der Software hinsichtlich möglicher Menschenrechtsverletzungen. Der Vorstand lehnt diesen Vorstoß ab und verweist auf strenge Vertraulichkeitspflichten.
Die nächste fundamentale Bewährungsprobe steht bereits fest. Am 3. August wird Palantir die Ergebnisse für das zweite Quartal präsentieren. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Gewinn von 0,33 US-Dollar je Aktie. Bis dahin bestimmen die anstehende Hauptversammlung und die Debatte um die präsidialen Aktiengeschäfte die Agenda.
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