Palantir Aktie: Zahlenwerk präsentiert

Während Michael Burry seine Short-Position gegen Palantir wohl auflöst, prüft die britische Regierung die Kündigung des NHS-Datenvertrags. Das Unternehmen verweist auf starke operative Ergebnisse.

Palantir Aktie
Kurz & knapp:
  • Michael Burry deutet Ende seiner Short-Wette an
  • Großbritannien erwägt Ausstieg aus NHS-Vertrag
  • Operatives Wachstum und Rekordvertragswerte
  • Hohe Bewertung spaltet Analystenmeinungen

Palantir startet mit gemischten Vorzeichen ins zweite Quartal 2026. Auf der einen Seite deutet Leerverkäufer-Legende Michael Burry an, seine milliardenschwere Wette gegen die Aktie aufzulösen. Auf der anderen Seite prüft die britische Regierung aktiv, ob sie Palantir aus den Datensystemen des National Health Service entfernen kann.

Burry signalisiert Rückzug

Ende 2025 sorgte Burry mit massiven Put-Positionen gegen Palantir und Nvidia für Aufsehen — von manchen als sein „Big Short 2.0″ auf den KI-Hype bezeichnet. Sein Fonds Scion hatte laut Pflichtmitteilung für das dritte Quartal 2025 Palantir-Puts mit einem Nominalwert von rund 900 Millionen Dollar gehalten. Burry selbst korrigierte später: Die tatsächlichen Optionsprämien beliefen sich auf 9,2 Millionen Dollar.

Nun postete er auf X zweimal die Worte „Shorts are not forever“ — ein kryptischer Hinweis, den viele Marktbeobachter als Signal werten, dass er seine Position schließt oder bereits geschlossen hat. Die Aktie hatte sich von ihrem Hoch über 180 Euro Anfang 2026 deutlich zurückgezogen, was Burry zumindest auf dem Papier Recht gab.

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NHS-Vertrag unter politischem Druck

Gleichzeitig wächst der Gegenwind aus Großbritannien. Regierungsvertreter prüfen laut einem Bericht der Financial Times, wie Palantir technisch aus den NHS-Systemen entfernt werden könnte — noch vor der regulären Vertragsprüfung Anfang 2027. Ein hochrangiger Regierungsvertreter soll gegenüber der FT erklärt haben, man sei „zuversichtlich, dass wir es tun könnten, wenn wir wollten.“

Hintergrund ist ein 2023 geschlossener Sieben-Jahres-Vertrag über 330 Millionen Pfund, mit dem Palantir eine Datenplattform für Wartelisten und Patientendaten aufgebaut hat. Die Kritik entzündet sich vor allem an Palantirs Verbindungen zum US-Verteidigungssektor und der Lieferung von Überwachungssoftware an die US-Einwanderungsbehörde ICE. Die British Medical Association fordert NHS-Ärzte bereits auf, die Nutzung der Plattform einzuschränken. Wissenschaftsminister Lord Vallance kündigte an, bei künftigen Technologieverträgen heimische Anbieter bevorzugen zu wollen.

Palantirs UK-Führung wehrt sich. Vizechef Louis Mosley betonte, eine Vertragsprüfung sei „gute und normale Praxis“ und warnte, eine Kündigung würde die Patientenversorgung schädigen. Er verwies auf 110.000 zusätzliche Operationen, 15 Prozent weniger Entlassungsverzögerungen und 6,8 Prozent mehr Krebsdiagnosen innerhalb von 28 Tagen — alles Ergebnisse, die das Programm laut Palantir erzielt habe.

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Starkes Wachstum, hohe Bewertung

Operativ läuft das Geschäft robust. Im vierten Quartal 2025 wuchs der Umsatz um rund 70 Prozent im Jahresvergleich, der Gesamtvertragswert erreichte mit 4,3 Milliarden Dollar einen Rekord. Für das Gesamtjahr 2026 peilt Palantir rund 7,19 Milliarden Dollar Umsatz an.

Die Bewertung bleibt das zentrale Streitthema. Mit dem rund 208-fachen des bereinigten Gewinns gilt die Aktie vielen Analysten als außerordentlich teuer. Morgan Stanley-Analyst Sanjit Singh bescheinigte Palantir gleichzeitig die besten Wachstums- und Profitabilitätskennzahlen aller börsennotierten Softwareunternehmen. Von 28 bei MarketBeat erfassten Analysten sprechen 16 eine Kauf- oder Starkaufen-Empfehlung aus, zehn raten zum Halten, zwei zum Verkauf.

Der US-Regierungssektor bleibt mit 1,9 Milliarden Dollar Umsatz im Jahr 2025 die mit Abstand wichtigste Einnahmequelle — was den NHS-Streit zwar politisch heikel, finanziell aber überschaubar macht.

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