Partners Group Aktie: Klage gegen Grizzly Research eingeleitet

Partners Group geht juristisch gegen die Vorwürfe von Grizzly Research vor. Der Wirecard-Vergleich und die Aktienkursentwicklung belasten das Unternehmen weiterhin.

Partners Group Aktie
Kurz & knapp:
  • Juristische Offensive gegen Shortseller
  • Wirecard-Vergleich als Stein des Anstoßes
  • Anlagestrategie wird vorsichtiger ausgerichtet
  • Aktie notiert 23% unter Jahreshoch

Der Schweizer Private-Equity-Spezialist Partners Group greift zum Gegenschlag. Nachdem der US-Short-Seller Grizzly Research Ende April massive Vorwürfe erhoben hatte — inklusive Vergleich mit dem insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard — leitet das Unternehmen nun rechtliche Schritte ein. Verwaltungsratspräsident Steffen Meister bestätigte diesen Entschluss gegenüber der „NZZ am Sonntag“.

Wirecard-Vergleich als Auslöser

Grizzly Research hatte mit seinen Anschuldigungen die Aktie unter erheblichen Druck gesetzt. Partners Group weist die Vorwürfe entschieden zurück und wählt den Weg über die Gerichte. Der Markt reagierte am Dienstagvormittag zunächst mit Käufen auf die Nachricht.

Parallel zur juristischen Offensive passt das Management seine Anlagestrategie an. Künftig will Partners Group in sozial exponierten Bereichen vorsichtiger investieren — eine Reaktion auf gestiegene regulatorische Aufmerksamkeit. Das Unternehmen hat seit seiner Gründung über 260 Milliarden US-Dollar investiert und kontrolliert mehr als 150 Unternehmen.

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Aktie bleibt unter Druck

Trotz der kurzfristigen Erholungsbewegung zeigt die Kursentwicklung, wie tief der Vertrauensschaden sitzt. Die Aktie notiert aktuell bei rund 938 Euro — knapp 23 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom August 2025. Seit Jahresanfang beträgt das Minus gut 14 Prozent.

Analysten rechnen für 2026 mit einem Gewinn je Aktie von durchschnittlich 48,51 CHF. Die erwartete Dividende liegt bei 48,66 CHF — eine Steigerung gegenüber den 46,00 CHF des Vorjahres.

Quartalszahlen als nächster Prüfstein

Am 1. September 2026 legt Partners Group die Bilanz für das zweite Quartal vor. Bis dahin wird der Ausgang des Rechtsstreits mit Grizzly Research die Stimmung rund um den Titel maßgeblich bestimmen. Gelingt es dem Unternehmen, die Vorwürfe juristisch zu entkräften, könnte das einen Teil des aufgelaufenen Kursverlusts wettmachen.

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