PayPal baut seine KI-Offensive aus. Der Zahlungsdienstleister arbeitet mit Anthropic zusammen, um kleinen Unternehmen Schulungen und automatisierte Werkzeuge für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz anzubieten.
Der Schritt passt zu einem größeren Ziel. PayPal will bis 2030 weltweit 25 Millionen Menschen und kleine Unternehmen beim Umgang mit digitaler Technik unterstützen. Für den Konzern ist das mehr als ein PR-Thema. Er will sich als Infrastrukturpartner für Händler positionieren, die im Alltag effizienter arbeiten müssen.
KI als Werkzeug für den Mittelstand
Die Kooperation mit Anthropic zielt vor allem auf kleine und mittlere Betriebe. Sie sollen Online-Kurse und Tools erhalten, die KI in Arbeitsabläufe integrieren helfen. PayPal verweist dabei auf eine eigene Umfrage: 82 Prozent der kleinen Unternehmen halten KI für wichtig, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Das ist der eigentliche Kern der Nachricht. PayPal verkauft nicht nur Zahlungsdienste, sondern rückt stärker in Richtung Plattform für Geschäftsentwicklung. Gerade im Mittelstand kann das ein Vorteil sein, wenn neue Funktionen direkt dort ansetzen, wo Zeit und Personal knapp sind. Kein Wunder, dass das Management diesen Bereich gerade deutlich stärker betont.
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Parallel dazu hat PayPal seine Struktur erst Ende April neu geordnet. Der Konzern arbeitet nun mit drei Geschäftsmodellen: Checkout Solutions & PayPal, Consumer Financial Services & Venmo sowie Payment Services & Crypto. Neue Führungspositionen sollen die Segmente enger auf Wachstum trimmen.
Starke Zahlen, schwache Aktie
Operativ lief das erste Quartal solide. PayPal verdiente 1,34 Dollar je Aktie und lag damit über der Erwartung von 1,27 Dollar. Der Umsatz erreichte 8,35 Milliarden Dollar und übertraf ebenfalls die Schätzung. Auf Jahressicht entsprach das einem Plus von 7,2 Prozent.
An der Börse half das nur begrenzt. Die Aktie notiert bei 38,59 Euro. Seit Jahresbeginn liegt sie damit rund 22 Prozent im Minus. Auf Sicht von zwölf Monaten beträgt das Minus fast 40 Prozent.
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Auch Analysten bleiben vorsichtig. Truist Financial senkte das Kursziel auf 44 Dollar von zuvor 45 Dollar und hält an einer Verkaufsempfehlung fest. Im Konsens liegt das Kursziel zwar bei 55,85 Dollar, die Skepsis überwiegt aber weiter.
Sparprogramm und neue Produkte
PayPal will zusätzlich seine Kostenbasis drücken. Auf der Telefonkonferenz zum Quartal stellte das Unternehmen mindestens 1,5 Milliarden Dollar Bruttokosteneinsparungen über zwei bis drei Jahre in Aussicht. Das passt zur laufenden Neuaufstellung und soll Spielraum für Wachstum schaffen.
Hinzu kommen neue Produkte und Partnerschaften. So hat PayPal USD, der eigene Stablecoin PYUSD, bereits in 70 Märkten verfügbar gemacht. Auch Venmo baut der Konzern mit einem erweiterten Belohnungsprogramm aus.
Am Markt bleibt das Bild vorerst gemischt. Der Kurs liegt mit 38,59 Euro knapp unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 40,08 Euro und deutlich unter der 200-Tage-Linie von 49,34 Euro. Die Aktie versucht sich also an einer Stabilisierung, während PayPal parallel an Wachstum, Effizienz und neuer Relevanz im Alltag kleiner Unternehmen arbeitet.
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