Die PayPal-Aktie legte gestern an der NASDAQ kräftig um 5,76 Prozent auf 44,05 Dollar zu – zeitweise waren sogar zweistellige Kursgewinne zu sehen. Auslöser: Bloomberg berichtete, dass der Zahlungsdienstleister nach unaufgeforderten Übernahmeangeboten Berater hinzugezogen haben soll. Interessenten gebe es sowohl für das Gesamtunternehmen als auch für einzelne Sparten. Heute agieren Anleger jedoch vorsichtiger, vorbörslich gibt die Aktie um 0,41 Prozent nach.
Wer könnte zugreifen?
Harshita Rawat von Bernstein sieht vor allem Private-Equity-Firmen als potenzielle Käufer. Die Begründung: PayPals Bilanz sei „tadellos“, die Bewertung historisch niedrig. Auch strategische Partner für Teilbereiche wie Venmo oder Braintree werden diskutiert – etwa American Express oder JPMorgan Chase. Ein Unternehmenssprecher lehnte eine Stellungnahme ab.
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Dan Dolev von Mizuho Securities bezeichnet PayPal mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa sieben für 2026 als „tief unterbewertet“. Das Unternehmen betreibe eines von nur vier weltweit anerkannten Zahlungsnetzwerken. Mizuho bestätigte sein „Buy“-Rating mit einem Kursziel von 60 Dollar. Andere Analysten bleiben zurückhaltender: Wolfe Research und Raymond James halten an ihrer „Hold“-Einstufung fest und verweisen auf die anhaltende Konkurrenz durch Apple Pay sowie veränderte Nutzergewohnheiten im E-Commerce.
Datenpanne überschattet Spekulationen
Bereits am 12. Dezember 2025 identifizierte PayPal einen technischen Fehler in der Anwendung für PayPal Working Capital Kredite. Zwischen dem 1. Juli und 13. Dezember 2025 waren personenbezogene Daten einer geringen Anzahl von Kunden für Unbefugte zugänglich – darunter geschäftliche Kontaktdaten, Sozialversicherungsnummern und Geburtsdaten. Die verantwortliche Code-Änderung wurde umgehend rückgängig gemacht. Betroffene Nutzer erhalten zwei Jahre kostenloses Kredit-Monitoring über Equifax.
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Die Übernahmespekulationen werden auch durch den neuen CEO Enrique Lores befeuert. Lores, zuvor Chef von HP, gilt als Experte für komplexe Unternehmensstrukturen und deren Aufteilung. Jeff Cantwell von Seaport Research merkte an, dass insbesondere eine Ausgründung von Venmo dem Dienst ermöglichen könnte, agiler zu agieren – unabhängig von der PayPal-Bürokratie.
Die langfristige Performance bleibt ernüchternd: Die Aktie liegt über 85 Prozent unter dem Allzeithoch von über 300 Dollar aus dem Juli 2021. Das 52-Wochen-Hoch von 79,50 Dollar liegt fast doppelt so hoch wie der aktuelle Kurs. Mit einem Minus von 24 Prozent seit Jahresbeginn steht das Management unter erheblichem Zugzwang, den Shareholder Value nachhaltig zu steigern.
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