PayPal Aktie: Venmo wird eigenständige Geschäftseinheit

PayPal treibt den Umbau voran: Venmo wird eigenständig, Stellenabbau geplant. Die Quartalszahlen zeigen gemischte Signale, Analysten bleiben gespalten.

PayPal Aktie
Kurz & knapp:
  • Größtes Venmo-Update seit 2021
  • Umsatz steigt, Gewinn sinkt
  • Personalabbau von 20 Prozent geplant
  • Analysten uneins über Aktienkurs

Ein neues Design, eine neue Struktur, ein neuer CEO — und trotzdem steht die PayPal-Aktie rund 41 Prozent unter ihrem Niveau vor einem Jahr. Das Unternehmen steckt mitten in einem tiefgreifenden Umbau, der Anleger bislang wenig überzeugt.

Venmo wird eigenständig

Seit Mai 2026 rollt PayPal das größte Venmo-Update seit 2021 aus. Die App bekommt eine neue Navigation mit drei klaren Bereichen: Senden, Geld und Prämien. Neu angelegte Konten starten automatisch mit einer Datenschutzeinstellung, die Transaktionen nur für Freunde sichtbar macht — kein öffentlicher Feed mehr als Standard.

Parallel dazu hat PayPal Venmo als eigenständige Geschäftseinheit ausgegründet. Marktbeobachter werten das als mögliche Vorbereitung auf einen Verkauf oder Spin-off. Offiziell bestätigt ist beides nicht.

Hinzu kommt eine mehrjährige Partnerschaft mit den Seattle Seahawks. PayPal wird offizieller Zahlungspartner für Fan-zu-Fan-Transaktionen und exklusiver Anbieter für digitale Ticketkäufe des Teams — abgewickelt über die Ticketmaster-Plattform. Es ist die erste Partnerschaft auf Teamebene nach einem übergeordneten NFL-Deal vom April.

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Zahlen mit Licht und Schatten

Die Quartalszahlen für das erste Quartal 2026 zeigen ein gemischtes Bild. Der Umsatz stieg um sieben Prozent auf 8,35 Milliarden Dollar und übertraf damit die Analystenerwartungen deutlich. Das gesamte Zahlungsvolumen legte um elf Prozent auf 464 Milliarden Dollar zu.

Auf der anderen Seite sank der GAAP-Nettogewinn um 14 Prozent auf 1,11 Milliarden Dollar. Die operative Marge gab auf 17,8 Prozent nach.

CEO Enrique Lores, seit März 2026 im Amt, setzt auf ein schlankes Modell. Das Unternehmen plant, die Belegschaft über zwei bis drei Jahre um 20 Prozent zu reduzieren — mit dem Ziel, mindestens 1,5 Milliarden Dollar jährlich einzusparen. Das Geschäft konzentriert sich künftig auf drei Bereiche: Checkout, Finanzdienstleistungen für Verbraucher inklusive Venmo sowie Zahlungsabwicklung und Krypto.

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Analysten uneins, Ausblick trüb

Für das zweite Quartal erwartet das Management einen Rückgang des Non-GAAP-Gewinns je Aktie um neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das Gesamtjahr rechnet PayPal bestenfalls mit stagnierenden Ergebnissen je Aktie.

Die Analystenmeinungen spiegeln die Unsicherheit wider. Goldman Sachs hält an einem „Sell“-Rating mit Kursziel 41 Dollar fest. RBC Capital bleibt optimistischer und bewertet die Aktie mit „Outperform“ bei einem Ziel von 59 Dollar. Macquarie stufte zuletzt auf „Neutral“ zurück und sieht den fairen Wert bei 50 Dollar.

Der Aktienkurs liegt bei rund 38 Euro und damit deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von knapp 50 Euro — ein Niveau, das zeigt, wie weit das Vertrauen der Märkte noch aufgeholt werden muss. Spekulationen über eine mögliche Übernahme durch Stripe kursieren, ohne dass eine der beiden Seiten dazu Stellung genommen hätte. PayPal schloss das erste Quartal mit 13,5 Milliarden Dollar Liquidität ab und kaufte eigene Aktien im Wert von 1,5 Milliarden Dollar zurück.

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