Peninsula Energy steht vor einer Zerreißprobe. Während das Unternehmen am Lance-Projekt technisch überzeugt, bremsen unerwartete Verzögerungen den Zeitplan aus. Die Folge ist eine gestrichene Prognose für das laufende Jahr.

Technische Hürden im Wyoming-Projekt

Der Fokus liegt auf der Erschließung der Mine Unit 4. Dieser Bereich soll künftig rund 60 Prozent der Produktion stemmen. Technisch lieferte das Bohrloch Header House 14 zuletzt beeindruckende Daten. Die Urangehalte lagen mit 50 bis 60 Milligramm pro Liter weit über den historischen Werten.

Der Hochlauf der Anlage verläuft allerdings holprig. Probleme mit den Durchflussraten und Gasbildung in mehreren Abschnitten verzögern die Gewinnung. Das Management arbeitet derzeit an der Feinabstimmung der Chemie und Hydraulik. Diese Maßnahmen sollen die technischen Hürden zeitnah beseitigen.

Finanzielle Basis für den Neustart

Finanziell ist der Konzern vorerst abgesichert. Ein Finanzierungspaket über 56 Millionen US-Dollar stärkt die Bilanz. Aktuell verfügt Peninsula über liquide Mittel in Höhe von rund 47 Millionen US-Dollar. Dieses Kapital fließt direkt in den weiteren Ausbau und die Vorbereitung der nächsten Mineneinheit.

An der Börse spiegelt sich die Unsicherheit deutlich wider. Die Aktie notiert bei 0,15 Euro und damit nur knapp über ihrem 52-Wochen-Tief. Ein Relative-Stärke-Index von 28,1 deutet technisch auf eine überverkaufte Situation hin.

Für das Jahr 2027 hält das Unternehmen an seinen Zielen fest. Peninsula strebt eine Produktion von bis zu 600.000 Pfund Uran an. Bis Ende 2026 soll zudem die Investitionsentscheidung für die neue Einheit MU-5 fallen.