PepsiCo setzt den Rotstift an einem traditionsreichen US-Standort an. Am Standort der Pepsi Bottling Group in Cheverly im US-Bundesstaat Maryland streicht der Konsumgüterkonzern einen Großteil der Belegschaft. Am Montag wurden dort 98 von 143 Mitarbeitern freigestellt, was einem Abbau von fast 70 Prozent entspricht. Die Maßnahme erfolgte zeitgleich mit der offiziellen Benachrichtigung der örtlichen Verwaltung.
Produktion und Logistik in Maryland betroffen
Das Werk am Baltimore-Washington Parkway im Prince George’s County ist seit 60 Jahren in Betrieb. Vom Stellenabbau an der Adresse am Pepsi Place sind mehrere operative Bereiche betroffen: Neben der Produktion und dem Lager sind auch der Fuhrpark sowie der Transportbereich von den Streichungen erfasst.
Trotz des deutlichen Einschnitts soll das laufende Geschäft für Kunden stabil bleiben. Nach Angaben von PepsiCo werden Vertrieb und Auslieferung ohne Unterbrechung fortgeführt.
Umbau im operativen Netzwerk
Der Einschnitt in Maryland fügt sich in eine Reihe operativer Anpassungen ein. Vor über einem Monat straffte PepsiCo sein US-Lebensmittelsortiment. Auch personell gab es eine Veränderung in der Führung der Lieferkette: Victoriano Perez Mies, der rund zwei Jahrzehnte für PepsiCo tätig war und zuletzt als Senior Vice President die europäische Lieferkette leitete, verließ das Unternehmen im August.
Während der Konzern bestehende Standorte in den USA verschlankt, investiert er parallel in digitale Vertriebswege auf internationalen Märkten. Am heutigen Mittwoch startete das Unternehmen in Mexiko die Plattform MiNegocio+. Das digitale System richtet sich an unabhängige Einzelhändler. Es nutzt Daten zu Kaufmustern, Saisonalität und lokaler Nachfrage für automatisierte Bestellungen und personalisierte Empfehlungen. Mexiko zählt zu den größten Märkten des Konzerns.
Kurs notiert nahe dem Jahrestief
An den Finanzmärkten zeigt sich das Papier unter Druck. Im gestrigen Handel schloss die Aktie bei 117,42 Euro. Mit diesem Niveau notiert der Wert nur 0,6 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief von 116,72 Euro. Die operativen Einschnitte und Umstrukturierungen verdeutlichen den Spagat zwischen strikter Kostendisziplin im Heimatmarkt und gezielten Investitionen in digitale Vertriebsprojekte.
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