Der US-Pharmakonzern Pfizer sieht sich gemeinsam mit seinen Partnern BioNTech und Moderna einer Patentklage des deutschen Konkurrenten Bayer gegenüber. Der Leverkusener Konzern hat beim Bundesgericht im US-Bundesstaat Delaware Klage eingereicht und wirft den drei Unternehmen vor, bei der Entwicklung ihrer mRNA-Impfstoffe gegen Covid-19 geschützte Technologien unrechtmäßig verwendet zu haben.
Im Zentrum der juristischen Auseinandersetzung steht eine mRNA-Technologie aus den 1980er-Jahren, die ursprünglich von Bayers Tochtergesellschaft Monsanto für die Agrarforschung entwickelt wurde. Bayer argumentiert, dass diese patentgeschützte Technologie ohne Genehmigung bei der Herstellung der Corona-Impfstoffe zum Einsatz kam. Die drei verklagten Unternehmen sollen durch den Verkauf ihrer Vakzine Milliardenumsätze erzielt haben – Erlöse, die nach Bayers Auffassung unrechtmäßig erwirtschaftet wurden.
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Schadenersatzforderungen in unbekannter Höhe
Welche konkreten Summen Bayer als Kompensation fordert, bleibt zunächst offen. Ein Unternehmenssprecher bestätigte zwar die Klageeinreichung, machte jedoch keine Angaben zur Höhe der Schadenersatzforderungen. Die Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und Moderna gehörten während der Pandemie zu den erfolgreichsten Vakzinen weltweit und generierten dreistellige Milliardenumsätze für die beteiligten Unternehmen.
Der Zeitpunkt der Klage erscheint bemerkenswert: Während die Nachfrage nach Covid-Impfstoffen mittlerweile deutlich zurückgegangen ist, könnten rückwirkende Zahlungsforderungen die Profitabilität des einst lukrativen Geschäfts erheblich schmälern. Für Pfizer, das bereits mit sinkenden Umsätzen aus dem Covid-Geschäft zu kämpfen hat, würde eine erfolgreiche Klage zusätzlichen finanziellen Druck bedeuten.
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Parallele Entwicklungen im Markt
Unabhängig von der Bayer-Klage sieht sich die Biotech-Branche derzeit mit verstärktem Wettbewerb konfrontiert. So gab Adaptive Biotechnologies kürzlich bekannt, mit Pfizer zwei nicht-exklusive Vereinbarungen über T-Zell-Rezeptor-Forschung und die Lizenzierung von Immundaten geschlossen zu haben. Diese Kooperationen könnten Adaptive Biotechnologies potenziell bis zu 890 Millionen US-Dollar an Meilensteinzahlungen einbringen.
Die rechtliche Auseinandersetzung um die mRNA-Patente dürfte sich über Monate, wenn nicht Jahre hinziehen. Für Anleger bedeutet dies eine zusätzliche Unsicherheit in einem ohnehin volatilen Marktumfeld für Pharmawerte.
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