Pfizer Aktie: Vyndamax-Patentschutz bis Juni 2031

Pfizer bestätigt Jahresziele und sichert sich durch Patentvergleiche für Vyndamax Einnahmen bis 2031. Onkologie-Studien liefern positive Ergebnisse.

Pfizer Aktie
Kurz & knapp:
  • Patentvergleiche sichern Vyndamax-Einnahmen bis 2031
  • Onkologie-Pipeline zeigt positive Studienergebnisse
  • Quartalsumsatz wächst ohne Corona-Produkte um 7%
  • Aktienkurs bleibt trotz Fortschritten unter Druck

Pfizer schiebt die Sorgen um auslaufende Patente ein Stück weit nach hinten. Nach dem ersten Quartal hat der Pharmakonzern seine Ziele für 2026 bestätigt und zugleich sichtbar gemacht, wo das Wachstum in den kommenden Jahren herkommen soll: aus einer stabileren Patentlage, einer breiteren Onkologie-Pipeline und neuen Produkten jenseits des Corona-Geschäfts.

Das Quartal selbst fiel solide aus. Der Umsatz lag bei 14,5 Milliarden Dollar, operativ entsprach das einem Plus von 2 Prozent. Ohne Comirnaty und Paxlovid wuchs der operative Erlös sogar um 7 Prozent. Besonders kräftig legten neu eingeführte und zugekaufte Produkte zu, deren Umsatz operativ um 22 Prozent stieg.

Patentstreit verschafft Luft

Am wichtigsten für die mittlere Frist ist die Einigung rund um Vyndamax. Pfizer hat sich mit mehreren Generikaherstellern, darunter Dexcel Pharma, Hikma Pharmaceuticals und Cipla, auf Patentvergleiche geeinigt. Dadurch verlängert sich der US-Patentschutz bis Juni 2031.

Für den Konzern ist das mehr als ein juristischer Nebenschauplatz. Bisher hatte Pfizer sich auf sinkende Umsätze mit dem Medikament ab 2029 eingestellt. Nun erwartet das Management eine deutlich stabilere Entwicklung bis Mitte 2031. Das schafft mehr Sichtbarkeit für die Zeit nach 2028.

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Hinzu kommt ein jüngstes Urteil in Belgien zu europäischen Impfstoffverträgen, das sich positiv auf Cashflow und Ergebnis auswirken dürfte. Auch das hilft, den Blick auf die kommenden Jahre zu schärfen.

Onkologie bleibt der Wachstumsmotor

Parallel dazu kommt Bewegung in der Pipeline. In der Phase-3-Studie MagnetisMM-5 erzielte Pfizer mit Elrexfio positive Ergebnisse bei vorbehandeltem multiplem Myelom. Die Therapie verbesserte das progressionsfreie Überleben gegenüber dem heutigen Standard der Behandlung.

Auch regulatorisch gab es Rückenwind. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat das Braftovi-Regime für eine Erstlinientherapie bei bestimmten Patienten mit BRAF-V600E-mutiertem metastasiertem Darmkrebs vollständig zugelassen. Grundlage waren Daten aus der Phase-3-Studie BREAKWATER. In China brachte Pfizer Ende April zudem Ecnoglutide für das Gewichtsmanagement auf den Markt.

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Diese Schritte ersetzen das alte Umsatzmodell nicht über Nacht. Sie zeigen aber, dass der Konzern sein Wachstum breiter aufstellt als in den Jahren, in denen Corona-Produkte den Takt vorgaben.

Kurs bleibt unter Druck

An der Börse kommt die Fortschrittsmeldung bisher nur begrenzt an. Die Aktie schloss am Freitag bei 25,68 Dollar und verlor an dem Tag 3,02 Prozent. In Deutschland notiert das Papier aktuell bei 21,85 Euro, auf Wochensicht liegt es damit 2,91 Prozent im Minus und seit Monatsfrist 4,67 Prozent schwächer.

Belastet bleibt das Bild auch technisch: Der Kurs liegt unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 23,19 Euro und knapp unter dem 200-Tage-Schnitt von 22,07 Euro. Der RSI von 53,3 signalisiert dagegen kein überhitztes, aber auch kein klar erschöpftes Handelsbild.

Pfizer zahlt im Quartal weiter kräftig an Aktionäre zurück und schüttete 2,4 Milliarden Dollar an Dividenden aus. Eine mögliche Aktienrückkäufe-Rahmenlinie über 3,3 Milliarden Dollar bleibt zwar bestehen, für den Rest des Jahres sind aber laut Planung keine Käufe vorgesehen. Nächster Termin mit Potenzial für neue Impulse ist das ASCO-Jahrestreffen im Juni, auf dem Pfizer weitere Daten aus der Onkologie präsentieren will.

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