Elevra Lithium macht Ernst in Kanada. Mit dem ersten Spatenstich in Quebec startet das Unternehmen eine massive Erweiterung seiner Lithium-Förderung. Es ist der erste große Schritt nach der Fusion von Piedmont Lithium und Sayona Mining.

Kapazität steigt deutlich

Am Standort North American Lithium (NAL) haben die Bauarbeiten für die erste Ausbaustufe begonnen. Das Ziel ist klar definiert: Die Produktion von Spodumen-Konzentrat soll um bis zu 20 Prozent steigen. Bisher liegt die Kapazität bei rund 200.000 Tonnen pro Jahr.

Das Management setzt auf Skaleneffekte. Höherer Durchsatz soll die Kosten pro Einheit senken. Die Finanzierung steht bereits seit Mai 2026.

Durch eine institutionelle Platzierung flossen 275 Millionen Dollar in die Kassen. Das Unternehmen hat die notwendigen Maschinen bereits bestellt. Mitte 2027 soll die erste Phase abgeschlossen sein.

Rekordumsätze bei roten Zahlen

Operativ läuft das Geschäft auf Hochtouren. Im ersten Quartal 2026 erlöste das Unternehmen 81 Millionen Dollar. Das trägt zu einem bisherigen Jahresumsatz von 167 Millionen Dollar bei.

Trotz dieser Bestmarken verdient Elevra noch kein Geld. Das Ergebnis je Aktie blieb zuletzt negativ. Ende Juni verfügte das Unternehmen über liquide Mittel von etwa 113 Millionen Dollar.

Der Markt für Batterierohstoffe bleibt derweil anspruchsvoll. Lithiumkarbonat handelte Ende Juni bei rund 19.696 Dollar pro Tonne. Das liegt spürbar unter den Höchstständen des Vorjahres.

Langfristige Strategie

Der aktuelle Ausbau ist nur der Anfang eines mehrstufigen Plans. In einer zweiten Phase soll die Produktion bis Mitte 2029 auf jährlich 338.000 Tonnen klettern. Die Mine in Quebec bietet Reserven für 21 Jahre.

Für das laufende Jahr peilt das Management eine Produktion von bis zu 190.000 Tonnen an. Die Aufnahme in den australischen Leitindex ASX 200 im Juni unterstreicht die gewachsene Marktposition.

Anleger achten nun darauf, ob die höheren Volumina bis 2027 die erhoffte Wende in die Gewinnzone einleiten.