Plug Power schloss am Freitag bei 1,68 Euro und gewann 1,09 %. Für Anleger bleibt damit vor allem die Frage offen, ob die Aktie aus diesem niedrigen Kursniveau heraus wieder deutlich höher bewertet werden kann. H.C. Wainwright sieht weiterhin 7 Dollar als Kursziel. Entscheidend ist deshalb, ob Plug Power die angekündigten Elektrolyseur-Projekte tatsächlich in Umsatz und später auch in bessere Ergebnisse überführen kann.
Dafür gibt es inzwischen konkrete Ansatzpunkte. Für das dänische Project ENDOR von Arcadia eFuels soll Plug Power Elektrolyseure mit insgesamt 280 Megawatt liefern. Die Vereinbarung ist allerdings noch an die formelle Projektfreigabe gebunden. Der wirtschaftliche Wert des Vorhabens hängt somit davon ab, wann die Freigabe erfolgt und wann daraus tatsächlich ausgelieferte Anlagen und Umsätze entstehen.
Pipeline könnte hier für einen Befreiungsschlag sorgen
Noch größer ist die mögliche Pipeline dahinter. Für vier weitere Arcadia-Projekte mit zusammen mehr als einem Gigawatt ist Plug Power als bevorzugter Lieferant vorgesehen. Diese Kapazität darf allerdings nicht mit einem bereits gesicherten Auftrag gleichgesetzt werden. Für den Börsenwert zählt letztlich, welche Projekte tatsächlich beschlossen und umgesetzt werden.
Die aktuellen Geschäftserwartungen zeigen zugleich, wie hoch die Hürde für eine deutlich bessere Bewertung ist. Für das kommende Quartal werden rund 185,14 Millionen Dollar Umsatz und ein Verlust von 0,07 Dollar je Aktie erwartet. Für das Gesamtjahr liegen die Prognosen bei 817,52 Millionen Dollar Umsatz und einem Verlust von 0,41 Dollar je Aktie. Ein bereits realisiertes Geschäft liefert einen kleineren, aber konkreten Nachweis. Plug Power hat einen 1-Megawatt-GenEco-PEM-Elektrolyseur nach Invercargill in Neuseeland geliefert. Dort soll die Anlage eine Wasserstofftankstelle für den Schwerlastverkehr versorgen. Zwischen diesem realisierten Auftrag und den geplanten 280 Megawatt in Dänemark liegt allerdings eine erhebliche Größenordnung.
Auch im Management steht eine Veränderung an. COO Dean C. Fullerton verlässt Plug Power am 23. Oktober 2026 und wechselt zu einem anderen Unternehmen. Seine Zuständigkeiten sollen bis dahin auf andere Führungskräfte übertragen werden. Zudem verkaufte Chief Strategy Officer Benjamin Haycraft 200.000 Aktien über einen zuvor eingerichteten Handelsplan.
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