4,74 % ging es für Plug Power am Mittwoch nach unten: Der Kurs fiel auf 1,85 Euro und entfernt sich damit erneut von der Marke von 2 Euro. Für die Aktie ist das ein weiteres Zeichen dafür, wie groß die Skepsis trotz einzelner Fortschritte bleibt. Seit dem Hoch vom 7. Oktober 2025 bei 4,58 Dollar hat der Titel inzwischen mehr als die Hälfte seines Wertes eingebüßt. Rund 2,14 Dollar wurden zuletzt als Vergleichswert genannt. Von einer nachhaltigen operativen Trendwende ist an der Börse bislang also wenig zu sehen.

Dabei zeigten sich jüngst im laufenden Geschäft durchaus erste Verbesserungen. Im zweiten Quartal 2026 erzielte Plug Power einen Nettoumsatz von 178,3 Millionen Dollar, während sich die Bruttomarge nach Angaben des Unternehmens schrittweise der Break-even-Schwelle nähert. Für das Gesamtjahr hat das Management seine Umsatzprognose auf ein Wachstum von 15 bis 16 Prozent angehoben. Noch wichtiger könnte jedoch der Blick auf das vierte Quartal werden: Dann stellt die Unternehmensführung ein positives EBITDA in Aussicht. Sollte dieses Ziel erreicht werden, wäre das zwar noch keine Nettoprofitabilität, aber ein wichtiger operativer Schritt.

Plug Power: Der Weg bleibt noch immer sehr weit!

Die jüngsten veröffentlichten Kennzahlen zeigen allerdings, wie weit der Weg noch ist. Der Verlust je Aktie konnte gegenüber dem Vorjahresquartal von 0,22 auf 0,14 Dollar reduziert werden. Gleichzeitig lag der Umsatz mit 180,3 Millionen Dollar nur 2,49 % über den 173,9 Millionen Dollar des Vergleichszeitraums. Das Unternehmen macht damit Fortschritte bei der Verlustentwicklung, doch das Umsatzwachstum reicht bislang kaum aus, um bereits von einem überzeugenden operativen Durchbruch zu sprechen.

Auch für das Gesamtjahr bleibt der Markt vorsichtig. Der Analystenkonsens rechnet weiterhin mit einem Verlust von durchschnittlich 0,41 Dollar je Aktie. Genau darin liegt der zentrale Widerspruch bei Plug Power: Die operative Entwicklung scheint sich in einzelnen Bereichen zu verbessern, während das Unternehmen auf Jahresbasis weiterhin tief in der Verlustzone erwartet wird.

Dabei liegen einige Analysten-Kursziele deutlich über dem aktuellen Börsenkurs. Diese Bewertungsunterschiede zeigen, dass die langfristige Wette weiterhin lebt. Optimistische Beobachter setzen darauf, dass Plug Power seine Fortschritte bei Margen und Verlusten fortsetzen und daraus eine echte operative Wende entwickeln kann. Der kurzfristige Markt verlangt dagegen offenbar erst einmal Beweise.

Damit konzentriert sich die entscheidende Frage nun auf die kommenden Quartale. Ein positiver EBITDA-Wert im vierten Quartal, eine weitere Annäherung der Bruttomarge an den Break-even und ein tatsächlich beschleunigtes Umsatzwachstum könnten die Argumente für eine Neubewertung stärken. Bleiben die Fortschritte dagegen zu langsam, dürfte die Aktie trotz ihres bereits massiven Rückgangs weiter anfällig bleiben.