Plug Power hat am Donnerstag einen Kurssprung von über 14 Prozent hingelegt. Der Auslöser: Ein britisches Wasserstoffprojekt hat die finale Investitionsentscheidung erhalten — und damit bewiesen, dass die Auftragspipeline des Unternehmens mehr ist als Ankündigungen auf Papier.
Barrow-Projekt geht in die Bauphase
Das 30-Megawatt-Projekt Barrow Green Hydrogen im nordenglischen Cumbria wechselt von der Planungs- in die Umsetzungsphase. Entwickler ist das Joint Venture GHECO, gegründet 2023 von Schroders Greencoat und Carlton Power. Plug Power liefert sechs seiner 5-MW-Elektrolyseure vom Typ GenEco PEM.
Die Anlage soll jährlich rund 100 Gigawattstunden grünen Wasserstoff produzieren. Abnehmer ist Kimberly-Clark — der Konsumgüterkonzern hinter Marken wie Andrex und Kleenex. Das Werk in Barrow-in-Furness will damit seinen Erdgasverbrauch um bis zu 50 Prozent senken und rund 18.300 Tonnen CO₂ pro Jahr einsparen. Den Strom für die Elektrolyse liefert SEFE über einen langfristigen Stromliefervertrag.
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Erster Erfolg unter neuem CEO
Das Projekt ist der erste große operative Erfolg unter CEO Jose Luis Crespo, der das Amt im März 2026 übernommen hat. Barrow ist das erste von drei Projekten aus einem 55-MW-Rahmenvertrag in Großbritannien. Die beiden weiteren Standorte Trafford und Langage laufen auf ihre jeweiligen Investitionsentscheidungen zu.
Unterstützung kommt auch von staatlicher Seite: Das britische Hydrogen Business Model fördert das Projekt über die erste Wasserstoff-Ausschreibungsrunde HAR1.
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Kurs erholt sich deutlich vom Jahrestief
Die Aktie schloss am Donnerstag bei 3,78 US-Dollar — bei einem Handelsvolumen von über 115 Millionen Aktien, weit über dem Tagesdurchschnitt. In Euro gerechnet notiert das Papier aktuell bei 3,24 Euro und liegt damit rund 57 Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs mehr als verdoppelt — ein Kontrast zum März 2026, als die Aktie nach dem Einfrieren bestimmter US-Bundesdarlehensbürgschaften und der Aufgabe eines Projektstandorts in New York auf knapp 1,90 Dollar gefallen war.
Rückenwind liefern auch die Quartalszahlen: Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr, die Margen verbesserten sich um 71 Prozent.
Nächste Hürde: Positives EBITDAS bis Jahresende
Plug Power beziffert seine globale Projektpipeline auf über zwei Milliarden Dollar. Das erklärte Ziel ist ein positives EBITDAS im vierten Quartal 2026. Mit Barrow hat das Unternehmen erstmals gezeigt, dass ein Großprojekt den Weg von der Vergabe bis zur Baufreigabe vollständig durchläuft. Ob Trafford und Langage folgen, entscheidet darüber, wie belastbar dieses Argument wirklich ist.
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