Bei Plug Power tickt die Uhr. Bis zum 30. Juni muss ein entscheidender Deal über die Bühne gehen. Gelingt der Verkauf der Stream Data Centers nicht, droht ein massiver Liquiditätsengpass.
Der 142-Millionen-Dollar-Deal
Das Management rechnet fest mit Einnahmen aus Anlagenverkäufen. Allein der Deal mit Stream Data Centers soll bis zu 142 Millionen US-Dollar in die Kasse spülen. Das Geld wird dringend benötigt. Der Quartalsverlust beläuft sich aktuell auf rund 150 Millionen Dollar.
Parallel dazu hat das Management auf der Hauptversammlung weitreichende Beschlüsse durchgesetzt. Die Aktionäre stimmten einem neuen Vergütungsplan zu. Dieser spült 25 Millionen neue Aktien in den Zuteilungspool. Für bestehende Anleger bedeutet das eine spürbare Verwässerung. Die Führungsetage verteidigt den Schritt. Das Ziel: wichtiges Personal durch lukrative Aktienoptionen im Unternehmen halten.
Der Weg zur Profitabilität
Operativ gibt es durchaus Lichtblicke. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 22 Prozent. Die Bruttomarge verbesserte sich zeitgleich um 42 Prozentpunkte. Bis Ende 2026 will Plug Power ein positives operatives Ergebnis (EBITDAS) erzielen.
Wall-Street-Analysten bleiben gespalten. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 3,42 Dollar. Die Mehrheit der Experten rät aktuell zum Halten der Papiere. Die extrem breite Spanne der Schätzungen spiegelt die Unsicherheit am Markt wider.
Blick auf den Kurs
An der Börse zeigt sich diese Nervosität deutlich. Die Aktie beendete die Handelswoche bei 2,47 Euro. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Minus von knapp 13 Prozent auf der Anzeigetafel.
Ein ganz anderes Bild zeigt die langfristige Betrachtung. Über die vergangenen zwölf Monate hat sich der Wert der Papiere massiv gesteigert. Anleger freuen sich hier über ein Plus von 153 Prozent.
Der Fokus liegt nun komplett auf dem Monatsende. Liefert Plug Power bis zum 30. Juni den Vollzug des Rechenzentren-Deals, entspannt sich die Kassenlage. Platzt der Verkauf, rückt die hohe Verbrennungsrate sofort wieder in den Mittelpunkt.
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