Der operative Turnaround hat Plug Power an der Börse neues Leben eingehaucht. Seit Jahresbeginn kletterte die Aktie um knapp 40 Prozent nach oben, auf Jahressicht steht sogar ein Plus von gut 220 Prozent auf der Anzeigetafel. Wenn das Wasserstoff-Unternehmen heute nach US-Börsenschluss seine Bücher für das erste Quartal öffnet, steht diese Erholungsrally auf dem Prüfstand. Investoren fordern nun handfeste Beweise, dass der Aufwärtstrend intakt bleibt.
Der Blick auf die Margen
Analysten rechnen mit einem deutlichen Fortschritt beim Ergebnis. Der Verlust je Aktie soll auf 0,09 US-Dollar schrumpfen. Im Vorjahreszeitraum stand hier noch ein massives Minus von 1,48 US-Dollar in den Büchern. Beim Umsatz erwartet der Markt einen leichten Zuwachs auf rund 142 Millionen US-Dollar.
Besondere Aufmerksamkeit gilt der Bruttomarge. Ende 2025 schaffte Plug Power hier mit 2,4 Prozent den Sprung in den positiven Bereich. Zuvor hatte das Unternehmen tiefrote Werte verzeichnet. Das Management warnte allerdings bereits vor saisonalem Gegenwind im Auftaktquartal. Ein Rückfall in alte Muster würde den Markt empfindlich treffen.
Frisches Kapital und Verwässerungsrisiken
Um den laufenden Betrieb zu finanzieren, setzt der Vorstand auf Verkäufe. Bis Mitte 2026 sollen Veräußerungen von Vermögenswerten rund 275 Millionen US-Dollar in die Kasse spülen. Damit will das Unternehmen seine Barreserven schonen und teure Schulden am Kapitalmarkt vermeiden.
Parallel dazu schuf sich Plug Power im Februar strategischen Spielraum. Die Aktionäre stimmten einer Verdopplung der genehmigten Aktien auf drei Milliarden Stück zu. Diese Maßnahme erleichtert künftige Kapitalbeschaffungen. Aktionäre behalten das Risiko einer möglichen Verwässerung ihrer Anteile entsprechend genau im Auge.
Operative Ziele im Fokus
Das Wachstum ruht im laufenden Jahr primär auf dem Elektrolyseur-Geschäft und dem Ausbau der Wasserstoffproduktion. Bis zum vierten Quartal 2026 peilt das Management ein positives operatives Ergebnis (EBITDAS) an. Die aktuelle Ausgangslage stützt sich auf drei zentrale Säulen:
- Produktion: Die Anlagen in Georgia, Tennessee und Louisiana liefern täglich 40 Tonnen Wasserstoff.
- Auslieferungen: Im vergangenen Jahr verschiffte das Unternehmen Elektrolyseure mit einer Kapazität von über 300 Megawatt.
- Auftragspipeline: Der Wert potenzieller Projekte summiert sich auf rund acht Milliarden US-Dollar.
Der Markt bereitet sich auf heftige Kursausschläge vor. Am Optionsmarkt preisen Händler für die Zeit nach der Veröffentlichung eine Bewegung von rund 14 Prozent ein. Bei einer ohnehin hohen annualisierten Volatilität von fast 78 Prozent und einem aktuellen Kurs von 2,65 Euro verspricht der heutige Abend eine rasche Neubewertung der Papiere.
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