POET Technologies will raus aus der Nische. Das Unternehmen plant eine radikale Verzehnfachung seiner Kapazitäten, um den Hunger der KI-Rechenzentren nach optischen Komponenten zu stillen. Der Übergang von der Technologie-Validierung zur kommerziellen Massenfertigung ist nun offiziell eingeleitet.
Skalierung für den KI-Boom
Das Management setzt voll auf Expansion. Bis Ende 2027 soll die Kapazität auf monatlich eine Million Einheiten steigen. Aktuell liegt das Volumen bei jährlich rund einer Million Stück.
Dieser Sprung soll die Nachfrage nach schnellen Transceivern decken. Diese Bauteile werden in modernen KI-Clustern zum Standard. Der operative Hochlauf ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.
Kampf gegen den Lasermangel
Ein zentrales Problem der Branche ist der weltweite Mangel an Lasern. Die drei größten Anbieter beherrschen etwa 68 Prozent des Marktes. Diese Konzerne sind bereits bis 2026 vollständig ausgebucht.
Branchenexperten rechnen damit, dass dieser Engpass bis 2029 anhalten könnte. POET will dieses Nadelöhr mit seiner speziellen Interposer-Plattform umgehen. Das Unternehmen integriert Lichtquellen dabei direkt in seine optischen Bauteile.
Investitionen und Marktreaktion
Für diesen Ausbau nimmt POET massiv Geld in die Hand. In der zweiten Jahreshälfte 2026 sollen rund 50 Millionen US-Dollar in neue Maschinen fließen. Die Fertigung erfolgt über bestehende Partner in Malaysia.
Parallel dazu arbeitet das Team mit einem neuen Kunden an einer leistungsstarken Lichtquelle. Die Massenproduktion dafür soll ebenfalls in der zweiten Jahreshälfte 2026 starten.
An der Börse sorgt die Strategie für Erleichterung. Die Aktie springt um über neun Prozent auf 8,34 Euro nach oben. Damit stabilisiert sich der Kurs nach einem schwachen Monat mit einem Minus von 37 Prozent.
Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von rund 36 Prozent zu Buche. Der geplante Produktionsstart im nächsten Jahr gilt nun als der nächste große Meilenstein für die Bewertung. Anleger blicken gespannt auf die ersten Volumen-Auslieferungen ab Juli 2026.
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