Mit dem heutigen Auftritt auf dem International Forum on Optoelectronic Convergence (IFOC) in Shenzhen rückt POET Technologies seine technologischen Entwicklungen für die künstliche Intelligenz (KI) in den Fokus. Dr. Mo Jinyu stellt dort am heutigen Dienstag spezialisierte Laserlichtquellen vor, die für die Hochgeschwindigkeits-Vernetzung in Rechenzentren entscheidend sind.

Fokus auf optische Vernetzung für KI-Cluster

Im Zentrum der Präsentation stehen Multi-Wellenlängen-Laserquellen, die für sogenannte CPO-Anwendungen (Co-Packaged Optics) sowie KI- und Machine-Learning-Strukturen konzipiert wurden. Diese Hochleistungslaser bilden das Rückgrat für die optische Datenübertragung der nächsten Generation, bei der herkömmliche elektrische Verbindungen zunehmend an ihre physikalischen Grenzen stoßen.

Der Auftritt dient als Vorbote für die Fachmesse CIOE 2026, die vom morgigen Mittwoch bis Freitag ebenfalls in Shenzhen stattfindet. Dort wird das Unternehmen seine Produkte für die optische Kommunikation präsentieren. Medienberichten zufolge unterstreicht dieser Messeauftritt die aktuelle Strategie des Unternehmens, Partnerschaften im Bereich der KI-Vernetzung auszubauen und die Marktpräsenz in Asien zu festigen.

Anpassung der Prognosen durch Analysten

Flankiert wird das operative Geschehen von einer aktuellen Einschätzung der Analystenseite. Die Experten von Zacks Research passten am vergangenen Donnerstag ihre Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr 2026 an. Sie rechnen nun mit einem bereinigten Ergebnis je Aktie von minus 0,29 US-Dollar, nachdem zuvor ein Verlust von 0,28 US-Dollar prognostiziert worden war.

Diese Anpassung folgt zeitlich auf die Veröffentlichung der Ergebnisse des zweiten Quartals, die vor rund einem Monat bekannt gegeben wurden. Damals meldete POET Technologies einen Umsatzanstieg auf knapp 570.000 US-Dollar gegenüber rund 268.000 US-Dollar im Vorjahreszeitraum.

Der Quartalsverlust verringerte sich dabei von zuvor 17,26 Millionen auf 11,34 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen verwies in diesem Zusammenhang auf einen Auftragsbestand von 60 Millionen US-Dollar und einen neuen Auftrag über 1,6T-optische Engines im Wert von 2,4 Millionen US-Dollar.

Dynamik im Zulieferumfeld

Auch im weiteren Branchenumfeld zeigen sich Entwicklungen, die für die Lieferkette von Bedeutung sind. So gab Sivers Semiconductors am vergangenen Mittwoch eine Erweiterung seiner Produktionsstätte für Indium-Phosphid im schottischen Glasgow bekannt.

Die Investition in Höhe von 30 Millionen US-Dollar zielt auf die steigende Nachfrage nach optischen Verbindungen in KI-Rechenzentren ab. Da Indium-Phosphid eine wesentliche Materialbasis für externe Lichtquellen darstellt, wie sie auch POET entwickelt, unterstreicht dieser Ausbau den wachsenden Bedarf der Branche an entsprechenden Fertigungskapazitäten.

An der Börse zeigte sich das Papier zuletzt stabil. Am gestrigen Montag legte der Kurs um 0,9 % auf 6,92 € zu. Damit notiert der Wert aktuell 2,1 % unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 7,07 €.