POET Technologies: Drei Kanzleien reichen Klage ein

Sammelklagen wegen angeblichen Wertpapierbetrugs belasten POET Technologies nach Auftragsstornierung und Steuer-Vorwürfen.

POET Technologies Aktie
Kurz & knapp:
  • Marvell storniert Großauftrag für Celestial AI
  • Aktie stürzt um fast 50 Prozent ab
  • Leerverkäufer erhebt Steuervorwürfe
  • Hauptversammlung entscheidet über US-Umzug

Ein stornierter Großauftrag hat den Börsenwert von POET Technologies fast halbiert. Nun rüsten sich US-Anwaltskanzleien für eine juristische Schlacht. Mehrere Sammelklagen werfen dem Management Wertpapierbetrug vor. Das setzt den Halbleiterentwickler massiv unter Druck.

Stornierung und Steuer-Chaos

Der Auslöser der Klagewelle liegt im April. Marvell Semiconductor stornierte überraschend Aufträge rund um die Tochter Celestial AI. Daraufhin brach die POET-Aktie um gut 47 Prozent ein. Der Kurs fiel von 15,10 US-Dollar auf 7,95 US-Dollar.

Die zweite Front eröffnete der Leerverkäufer Wolfpack Research. Ein Bericht warf POET vor, den eigenen steuerlichen Status zu verschleiern. Die Folge: Das Unternehmen gelte nach US-Recht als passive ausländische Investmentgesellschaft. Melden US-Aktionäre dies nicht korrekt, drohen ihnen erhebliche Steuernachteile. Die Kläger werfen dem Vorstand nun Falschaussagen zu beiden Themen vor.

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An der Börse sucht das Papier nach einem Boden. Ende April schloss die Aktie bei 6,47 US-Dollar. Das Handelsvolumen lag mit fast 71 Millionen Stücken leicht über dem Durchschnitt.

Charttechniker blicken nun auf zwei wichtige Marken. Eine zentrale Unterstützung liegt bei 6,50 US-Dollar. Auf der Oberseite bildet der Bereich um 7,50 US-Dollar einen starken Widerstand.

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Kapitalpolster und Umzugspläne

Operativ steht das Unternehmen nicht mit dem Rücken zur Wand. POET sammelte in den vergangenen Monaten über eine halbe Milliarde US-Dollar an frischem Kapital ein. Diese Mittel fließen direkt in den Ausbau der Produktion in Malaysia. Dort sollen im laufenden Jahr mehr als 30.000 optische Engines vom Band rollen.

Auch auf das Steuerproblem reagiert das Management. POET will den Unternehmenssitz in die USA verlegen. Aktionäre stimmen am 26. Juni über diesen Schritt ab. Betroffene Anleger haben derweil bis zum 29. Juni Zeit, sich als Hauptkläger für die Sammelklagen zu registrieren.

Quartalszahlen als nächster Prüfstein

Am 13. Mai präsentiert POET Technologies die Ergebnisse für das erste Quartal. Analysten erwarten einen Verlust von 0,05 US-Dollar je Aktie. Der Fokus liegt an diesem Tag auf harten Fakten. Das Management muss belegen, wie schnell die Produktion in Malaysia anläuft. Parallel dazu rücken neue Aufträge für die optischen Engines in den Mittelpunkt. Nur so lässt sich die Lücke des stornierten Marvell-Deals operativ schließen.

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