Portland General Electric hat gestern einen strategischen Coup verkündet: Das Unternehmen übernimmt die Versorgungssparte von PacifiCorp in Washington für 1,9 Milliarden Dollar. Die Transaktion erweitert den Kundenkreis um rund 140.000 Haushalte und bringt drei Kraftwerke sowie 4.500 Meilen Netz unter die Kontrolle des oregonischen Versorgers.
Das Besondere an der Übernahme: Portland General Electric holt sich mit Manulife Investment Management einen erfahrenen Infrastrukturinvestor als Minderheitspartner an Bord. Die Kanadier bringen langjährige Expertise in der Region mit – sie verwalten seit über zwei Jahrzehnten Land- und Forstwirtschaftsprojekte im pazifischen Nordwesten. Die Transaktion wird mit dem 1,4-Fachen des geschätzten Anlagevermögens 2026 bewertet.
Geschlossene Kassen – zunächst
Zur Finanzierung startete das Unternehmen am Dienstag eine Kapitalerhöhung im Volumen von 480 Millionen Dollar. Der finale Preis wurde gestern auf 50,70 Dollar je Aktie festgesetzt – insgesamt fließen durch die Platzierung von 9,47 Millionen Papieren rund 480 Millionen Dollar. Die Abwicklung erfolgt über sogenannte Forward-Sale-Vereinbarungen mit Wells Fargo und Bank of America.
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Der Clou dieser Konstruktion: Portland General Electric erhält das Geld nicht sofort, sondern erst bei physischer Abwicklung der Verträge innerhalb der kommenden 24 Monate. Die Mittel sollen neben der Übernahme in erneuerbare Energien und nicht-emittierende Kapazitäten fließen – möglicherweise auch zur Tilgung kurzfristiger Verbindlichkeiten.
Starkes Wachstum trotz Wetterschock
Die parallel vorgelegten Zahlen für 2025 fielen durchwachsen aus. Das bereinigte Ergebnis erreichte 3,05 Dollar je Aktie – ein Rückgang gegenüber den 3,14 Dollar des Vorjahres. Doch dahinter verbirgt sich eine positive Entwicklung: Die Nachfrage aus Rechenzentren und Hightech-Industrie legte um kräftige 14 Prozent zu.
Das Problem waren extreme Winterstürme im vierten Quartal, die das Ergebnis um 17 Cent belasteten. Ohne diesen Effekt hätte sich das Unternehmen deutlich besser präsentiert. Die GAAP-Zahlen kamen sogar auf lediglich 2,77 Dollar je Aktie – hier schlugen Kosten für Geschäftsoptimierungen mit 42 Millionen Dollar zu Buche.
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Ausblick mit Akzent auf Rechenzentren
Für 2026 peilt Portland General Electric ein bereinigtes Ergebnis zwischen 3,33 und 3,53 Dollar je Aktie an. Das Unternehmen bekräftigte zudem sein langfristiges Wachstumsziel von fünf bis sieben Prozent jährlich beim Gewinn je Aktie.
Der Boom bei Rechenzentren dürfte anhalten: Seit 2025 sicherte sich Portland General Electric Verträge mit Großkunden über 430 Megawatt. Die industrielle Nachfrage wuchs zuletzt um durchschnittlich zehn Prozent pro Jahr – ein Tempo, das bis 2030 anhalten soll. Parallel treibt das Unternehmen den Ausbau erneuerbarer Kapazitäten voran: Zwei Solar-Batterie-Hybridprojekte mit zusammen 615 Megawatt befinden sich in der Umsetzung.
Die Washington-Akquisition soll nach erfolgter Genehmigung durch die Regulierungsbehörden bereits im ersten vollen Jahr einen positiven Ergebnisbeitrag liefern. Mit einer finalen Zustimmung rechnet Portland General Electric zwölf Monate nach Einreichung der Unterlagen.
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