PowerCell Sweden Aktie: MiNaMi-Projekt mit 7 Millionen Euro

PowerCell Sweden kämpft mit Umsatzrückgang und steigenden Verlusten, während der Wasserstoffspezialist den Wandel zum Industriezulieferer vorantreibt.

PowerCell Sweden Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatz bricht um 37 Prozent ein
  • Nettoverlust steigt drastisch an
  • EU-Projekt MiNaMi als Hoffnungsträger
  • Short-Seller reduzieren ihre Positionen

Bei der Hauptversammlung in Göteborg trifft die Wachstumsstory von PowerCell Sweden auf harte Finanzdaten. Der Wasserstoffspezialist will vom Entwicklungsunternehmen zum industriellen OEM-Lieferanten für Schifffahrt und Luftfahrt werden. Genau in dieser Phase drücken Lieferverzögerungen, verschobene Aufträge und ein höherer Verlust auf die Stimmung.

Megawatt-Projekt für die Schifffahrt

Ein wichtiger Baustein ist das EU-geförderte MiNaMi-Projekt. Das Programm hat ein Volumen von 7 Millionen Euro, PowerCells Anteil wird bis Ende 2028 auf rund 2,6 Millionen Euro geschätzt. Ziel ist ein PEM-Brennstoffzellensystem im Megawatt-Maßstab für den maritimen Einsatz.

Die technische Vorgabe ist ambitioniert. Das System soll auf eine Lebensdauer von 80.000 Stunden ausgelegt werden und damit auch für Langstrecken in der Schifffahrt taugen. Für PowerCell passt das zur eigenen Ausrichtung: Mit dem Marine System 225 hat das Unternehmen bereits kommerzielle Aufträge im Markt platziert.

Für die Hauptversammlung im World of Volvo liefert das Projekt daher mehr als nur Fördermittel. Es zeigt, wo PowerCell industriell hinwill. Der Konzern setzt auf Anwendungen, bei denen Brennstoffzellen nicht als Pilotprojekt, sondern als Teil größerer Flotten- und OEM-Strukturen funktionieren müssen.

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Schwaches Quartal belastet die Story

Operativ läuft der Übergang holprig. Zum Jahresauftakt sackte der Umsatz um 37 Prozent ab. Die Nettoerlöse fielen auf 46,9 Millionen SEK, nach 74,1 Millionen SEK im Vorjahreszeitraum.

Der Nettoverlust weitete sich auf 39,8 Millionen SEK aus, ein Plus von 153 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Das Management verweist auf Lieferverzögerungen und verschobene Bestellungen. Für ein Unternehmen auf dem Weg in größere Serien- und OEM-Strukturen ist genau das ein sensibles Signal.

DNB Carnegie sieht den geplanten EBITDA-Breakeven im laufenden Geschäftsjahr daher skeptischer. Die Bank verweist auf den zweistelligen Umsatzrückgang und eine langsamere Umwandlung des Auftragsbestands in Erlöse. Kurz gesagt: Die Pipeline allein reicht nicht, sie muss schneller durch die Gewinn- und Verlustrechnung laufen.

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Shorts ziehen sich zurück

Am Markt hat sich die Positionierung zuletzt verändert. Öffentliche Leerverkäufer wie Alcur und Origo Fonder haben ihre Short-Positionen geschlossen. Das geschah nach einer volatilen Phase, in der die Aktie binnen 90 Tagen rund 21 Prozent vom jüngsten Tief zulegte.

Technische Signale auf Basis gleitender Durchschnitte deuten zum Wochenstart auf eine starke Kaufkonstellation hin. Das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel liegt bei etwa 33,00 SEK, zuletzt notierte die Aktie bei 26,76 SEK. Die Lücke zeigt, dass der Markt dem Unternehmen Erholungspotenzial zubilligt, aber noch keinen sauberen Nachweis dafür sieht.

PowerCell arbeitet parallel an der Finanzierung des Working Capital. Langfristige OEM-Verträge bringen größere Volumina, verlangen aber oft anspruchsvollere Zahlungsprofile. CEO Richard Berkling will die Kostenbasis im Jahresverlauf senken und so den Weg zur Profitabilität verkürzen.

Im Juli kommen die Zahlen zum zweiten Quartal. Dann zählen vor allem schnellere Auslieferungen, geringerer Mittelabfluss und sichtbare Fortschritte bei langfristigen OEM-Verträgen. Ohne diese Punkte bleibt die industrielle Skalierung eine überzeugende Idee mit offenem Finanzierungspfad.

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