Primary Hydrogen hat den Zeitplan für sein Rare-Earth-Projekt Wicheeda North in British Columbia weiter präzisiert. Das Unternehmen meldete am Dienstag den Abschluss der Phase-1-Bodenprobenahme und bestätigte den 1. Oktober als Starttermin für das rund 1.500 Meter umfassende Erstbohrprogramm. Die Aktie reagierte am heutigen Mittwoch mit einem Kurssprung von 17 Prozent auf 0,89 Euro.

Airborne-Survey liefert erste Ergebnisse noch im September

Kern der jüngsten Mitteilung ist die Beauftragung von Precision GeoSurveys für eine luftgestützte Radiometrie-Vermessung über 738 Streckenkilometer mit einem Messabstand von 50 Metern. Die Befliegung soll bis zum 20. September abgeschlossen sein, erste vorläufige Ergebnisse werden für Ende September erwartet. Damit liefert die Untersuchung noch vor Bohrbeginn zusätzliche Anhaltspunkte für die Platzierung der Bohrlöcher.

Parallel dazu hat Primary Hydrogen mit Radius Drilling einen Auftragnehmer verpflichtet, der sämtliche Bohrlöcher bis zum 1. November fertigstellen soll. Das Programm baut auf Arbeiten aus dem Vorjahr auf, die zwei vorrangige geochemische Anomaliecluster für Seltene Erden identifiziert hatten.

Nach eigenen Angaben ist das Explorationsprogramm für 2026 vollständig finanziert und läuft unter einer aktiven Mines-Act-Genehmigung, die bis zu 70 Bohrstandorte bis 2031 erlaubt.

Von der Ankündigung zur operativen Umsetzung

Anders als frühere Meldungen zum Projekt, die vor allem den Termin selbst in den Vordergrund stellten, markiert die aktuelle Mitteilung den Übergang von der Planungs- in die Umsetzungsphase: Kontraktoren sind gebunden, Feldarbeiten laufen bereits, und mit der Radiometrie-Befliegung kommt ein zusätzliches Datenpaket hinzu, das die Zielgenauigkeit der Bohrungen erhöhen soll.

Für Anleger verdichtet sich damit die Frage, ob der 1. Oktober tatsächlich zum Katalysator wird, auf eine konkretere Basis: Die Genehmigungslage steht, die Logistik ist vertraglich fixiert.

Die Kursreaktion fällt entsprechend deutlich aus. Nach einem Rückgang von 22 Prozent auf Wochensicht hat die Aktie einen Teil der Verluste wieder aufgeholt und notiert nun 6,9 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 0,8329 Euro.

Die hohe Schwankungsbreite der vergangenen Wochen unterstreicht, wie stark der Kurs auf einzelne Projektmeldungen reagiert – ein Muster, das sich angesichts der bevorstehenden Bohrergebnisse aus dem Airborne-Survey und dem Start der Bohrungen im Oktober fortsetzen dürfte.

Neben dem Wicheeda-Projekt treibt Primary Hydrogen mit den kürzlich abgesteckten Flächen in Ontario und Nova Scotia eine breitere Explorationsstrategie voran. Der aktuelle Nachrichtenfluss konzentriert sich jedoch klar auf British Columbia, wo in den kommenden Wochen sowohl die Befliegungsdaten als auch der Bohrbeginn für konkrete Fortschrittsmeldungen sorgen sollen.