Primary Hydrogen Corp. hat die erste Phase seiner Vorbereitungsarbeiten am Projekt Wicheeda North abgeschlossen. Nach Unternehmensangaben sind die Bodenprobenahmen erledigt, die zweite Arbeitsphase läuft bereits. Der geplante Bohrstart am 1. Oktober bleibt damit im Zeitplan.

Radiometrie-Flug und Bohrunternehmen unter Vertrag

Für die laufende zweite Phase hat Primary Hydrogen Precision GeoSurveys mit einer luftgestützten Radiometrie-Vermessung über 738 Streckenkilometer beauftragt. Parallel dazu steht mit Radius Drilling das Unternehmen fest, das das erste Bohrprogramm am Standort durchführen soll. Der Starttermin 1. Oktober gilt damit als bestätigt und unverändert.

Für Anleger ist dieser Fortschrittsbericht vor allem deshalb relevant, weil er zeigt, dass die im vergangenen Monat angekündigte Bohrkampagne planmäßig vorbereitet wird. Zwischen der Ankündigung des Programms und dem eigentlichen Bohrstart liegt für Investoren traditionell eine Phase erhöhter Unsicherheit – abgeschlossene Vorarbeiten reduzieren zumindest das operative Risiko einer Verzögerung.

Kursreaktion bleibt verhalten

Trotz der operativen Fortschritte zeigt sich die Aktie zuletzt schwächer. Am heutigen Freitag notiert das Papier bei 0,83 Euro, nach einem Rückgang von 2,9 Prozent im Tagesverlauf. Auf Wochensicht steht damit unterm Strich ein Verlust, nachdem der Kurs am Donnerstag noch bei 0,855 Euro geschlossen hatte. Auf Monatssicht beträgt das Minus 6,7 Prozent.

Vom 52-Wochen-Hoch bei 1,59 Euro, erreicht Ende August, ist die Aktie damit rund 48 Prozent entfernt. Gleichzeitig liegt sie noch deutlich über ihrem 52-Wochen-Tief von 0,45 Euro aus dem März. Der Titel bewegt sich damit weiterhin in einer volatilen Spanne zwischen den jüngsten Hochs und den Tiefs des Frühjahrs, ohne dass sich kurzfristig eine klare Richtung durchsetzt.

Nova Scotia als zweites Standbein

Neben Wicheeda North baut Primary Hydrogen seine Präsenz im Cumberland Basin in Nova Scotia weiter aus. Vor gut einer Woche hatte das Unternehmen das Wallace Natural Hydrogen Project abgesteckt und damit seine dortigen Lizenzen auf sechs mit insgesamt 140 Claims erweitert. Vorausgegangen war im August die Sicherung des benachbarten Northumberland-Projekts, das als Vorläufer der jetzigen Erweiterung gilt.

Diese Flächenausweitung fügt sich in ein Branchenumfeld ein, das derzeit von hohem Investitionsinteresse geprägt ist. Der Hydrogen Council bezifferte in seinem aktuellen Global Hydrogen Compass 2026 die weltweit zugesagten Investitionen im Wasserstoffsektor auf mehr als 130 Milliarden US-Dollar, verteilt auf über 570 Projekte.

Für ein kleines Explorationsunternehmen wie Primary Hydrogen bedeutet dieses Umfeld günstigere Rahmenbedingungen für künftige Finanzierungsrunden, sollte das Bohrprogramm in Wicheeda North positive Ergebnisse liefern.

Der 1. Oktober bleibt damit der entscheidende Termin für die Aktie. Bis dahin dürfte sich der Kurs vor allem an operativen Meldungen zum Fortschritt der Vorarbeiten orientieren, weniger an der allgemeinen Branchenstimmung.