Pyrum: Breakeven auf 2027 verschoben

Pyrum erhält Lieferfreigabe von Continental, verschiebt den operativen Breakeven aber auf 2027. Die Aktie reagiert verhalten.

Pyrum Innovations Aktie
Kurz & knapp:
  • Continental erteilt Lieferfreigabe für recyceltes Material
  • Operativer Breakeven auf 2027 verschoben
  • Umsatzprognose für 2026 zwischen 6,5 und 9,5 Millionen Euro
  • Aktie notiert unter 200-Tage-Linie

Ein wichtiger Meilenstein ist erreicht, die finanziellen Früchte lassen allerdings auf sich warten. Pyrum Innovations hat die begehrte Lieferfreigabe des Reifenriesen Continental für sein recyceltes ThermoTireBlack erhalten. Der Durchbruch in der Produktion hat jedoch einen Haken: Der anvisierte operative Breakeven verschiebt sich um ein ganzes Jahr nach hinten.

Continental öffnet die Türen

Bereits im April überführte das Recycling-Unternehmen seine neue Mahl- und Pelletieranlage in den regulären Betrieb. Eine kurzfristige Prozessfähigkeitsanalyse belegte die stabile Produktqualität. Auf dieser Basis erteilte Continental nach einem erfolgreichen Audit die vollständige und uneingeschränkte Lieferfreigabe.

Das nächste Etappenziel rückt nun in den Spätsommer. Nach weiteren Modifikationen an der Anlage will Pyrum im dritten Quartal 2026 die maximale Produktionsmenge erreichen. Marktbeobachter werten dies als entscheidenden Hebel, um Umsatz und Auslastung spürbar in die Höhe zu treiben.

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Rote Zahlen bis 2027

Der holprige Start der neuen Anlage hinterlässt tiefe Spuren in der Bilanz. Wegen der Verzögerungen bei der Inbetriebnahme und beim Werksbau verschiebt der Vorstand das Erreichen der Gewinnschwelle auf EBITDA-Basis von 2026 auf 2027.

Für das laufende Jahr rechnet das Management mit einem Umsatz zwischen 6,5 und 9,5 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) dürfte dabei tief im Minus bleiben — erwartet wird ein Verlust von bis zu 10,5 Millionen Euro.

Schon im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 verfehlte das Unternehmen seine ursprüngliche Umsatzprognose. Zwar verdoppelten sich die Erlöse auf 4,1 Millionen Euro. Die fehlenden Pellet-Verkäufe im vierten Quartal verhinderten jedoch ein besseres Ergebnis, da sich die Inbetriebnahme der Anlage hinzog.

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Warten auf den Kapazitätsabruf

An der Börse reagieren Investoren verhalten auf die gemischte Nachrichtenlage. Die Aktie notiert aktuell bei 26,60 Euro und verzeichnete am Freitag einen Tagesverlust von 2,56 Prozent. Auf Zwölf-Monats-Sicht summieren sich die Abschläge auf knapp 19 Prozent.

Ein nachhaltiger Ausbruch lässt auf sich warten. Der Kurs pendelt weiterhin knapp fünf Prozent unter der viel beachteten 200-Tage-Linie, die aktuell bei 27,95 Euro verläuft.

In der Praxis wird nun entscheidend sein, ob Continental und andere Abnehmer die freigegebenen Kapazitäten ab dem dritten Quartal tatsächlich abrufen. Der nächste offizielle Prüfstein für den Vorstand folgt in wenigen Wochen: Am 14. Juli stellt sich das Management auf der Hauptversammlung den Fragen der Aktionäre.

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