Brodsky & Smith hat am 22. Oktober eine Prüfung möglicher Ansprüche gegen die Qiagen-Leitungsgremien angekündigt. Die Kanzlei will untersuchen, ob der Verkaufsprozess und der vereinbarte Angebotspreis bei der geplanten Übernahme durch Crown NL Bidco B.V. fair waren.
Die angekündigte Prüfung bezieht sich auf den geplanten Verkauf. Brodsky & Smith stellte dabei mögliche Ansprüche in den Raum; ein Ergebnis dieser Untersuchung meldete die Kanzlei nicht.
Annahmeschwelle und Freigaben als Bedingungen
Qiagen und EQT Private Equity vereinbarten vor gut einer Woche ein empfohlenes Barübernahmeangebot über 46,50 Euro je Aktie. Nach den Unternehmensangaben entspricht der Angebotspreis einer Prämie von 40,3 Prozent gegenüber dem unbeeinflussten Aktienkurs.
Als Käuferin soll Crown NL Bidco B.V. auftreten, die von EQT XI kontrolliert wird. ADIA und CPP Investments beteiligen sich an der Transaktion. Die Qiagen-Leitungsgremien empfehlen den Aktionären einstimmig, das Angebot anzunehmen.
Der Abschluss wird für Mitte 2027 erwartet. Voraussetzung sind eine Mindestannahmequote von 50 Prozent plus einer Aktie sowie die erforderlichen regulatorischen Freigaben. Die Vereinbarung steht damit ausdrücklich unter Bedingungen.
Prognose ausgesetzt, Zahlenvorlage bleibt terminiert
Im Zusammenhang mit der noch ausstehenden EQT-Transaktion setzte Qiagen vor gut einer Woche seine Prognose für das Gesamtjahr 2026 aus. Das Unternehmen kündigte außerdem an, keine Telefonkonferenz zum dritten Quartal abzuhalten.
Zugleich veröffentlichte Qiagen vor gut einer Woche vorläufige Quartalszahlen: Der Nettoumsatz erreichte im dritten Quartal 2026 insgesamt 548 Millionen $. Den bereinigten verwässerten Gewinn je Aktie bezifferte das Unternehmen auf 0,65 $.
Die Veröffentlichung der vollständigen Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 ist für den 4. November angekündigt.
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