Qualcomm bricht aus der Nische des reinen Smartphone-Zulieferers aus. Der US-Konzern will den Markt für künstliche Intelligenz von der Peripherie aus aufrollen. Dieser Strategiewechsel zielt direkt auf die Dominanz etablierter Chip-Größen in den Rechenzentren.
Im Zentrum dieser Entwicklung steht die High Bandwidth Compute Architektur (HBC). Sie minimiert die Wege zwischen Daten und Rechenkern. So löst Qualcomm ein Hauptproblem der Branche: den Flaschenhals bei der Datenübertragung. Parallel dazu sinkt der Aktienkurs heute um 1,93 Prozent auf 162,18 Euro.
Neue Umsatzquellen im Fokus
Bis zum Geschäftsjahr 2029 plant das Management 40 Milliarden US-Dollar Umsatz in Bereichen abseits von Mobiltelefonen. Über 15 Milliarden Dollar sollen allein aus dem Segment für Rechenzentren stammen. Produkte wie der Dragonfly C1000 Server-Prozessor untermauern diesen hohen Anspruch.
Das Smartphone-Erbe hilft Qualcomm bei dieser Expansion. Die Chips sind auf extreme Energieeffizienz und geringe Verzögerungen getrimmt. Diese Eigenschaften sind nun in PCs, Autos und der Robotik gefragt. Snapdragon-Prozessoren drängen verstärkt in diese neuen Wachstumsmärkte.
Technischer Vorsprung beim Stromverbrauch
Besonders im Bereich der KI-Inferenz punkten die Snapdragon-Plattformen. Hier zählt geringer Stromverbrauch mehr als reine Rechenleistung. Qualcomm umgeht mit seinem Design zudem aktuelle Engpässe in der Fertigung. Das stärkt die Position gegenüber Mitbewerbern, die mit Lieferkettenproblemen kämpfen.
Analysten kalkulieren für 2029 mit einem Gesamtumsatz von 65 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn je Aktie könnte in diesem Fall 17 US-Dollar erreichen. Gelingt der Durchbruch in der industriellen KI, bietet das aktuelle Kursniveau deutliches Aufwärtspotenzial.
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