Der Chipriese legt am Montag auf der CES in Las Vegas seine neue Robotik-Strategie vor – und die hat es in sich. Mit der Dragonwing IQ10 Serie präsentiert das Unternehmen einen Hochleistungsprozessor, der speziell für industrielle autonome mobile Roboter und vollwertige Humanoide entwickelt wurde. Der Titel reagiert positiv: An der Nasdaq klettert die Aktie um 1,49 Prozent auf 175,55 Dollar.
Was treibt diese Entwicklung? Qualcomm will sich vom reinen Chip-Zulieferer zum Architekten intelligenter Maschinen wandeln. Nakul Duggal, Executive Vice President des Konzerns, formuliert es eindeutig: Man wolle „intelligente Maschinen aus den Laboren in reale Umgebungen“ bringen. Die neue Plattform kombiniert Hardware, Software und KI-Komponenten zu einem Gesamtsystem, das Robotern ermöglichen soll, ihre Umgebung zu verstehen und sich anzupassen.
Partnernetzwerk nimmt Gestalt an
Besonders interessant: Qualcomm baut parallel ein Ökosystem auf. Mit an Bord sind bereits namhafte Partner wie Advantech, Figure, Kuka Robotics und VinMotion. Figure, ein Entwickler von Humanoiden, arbeitet direkt mit Qualcomm an der Definition der nächsten Prozessor-Generation. Brett Adcock, Gründer und CEO von Figure, lobt die „außergewöhnliche Rechenleistung“ bei gleichzeitiger Energieeffizienz der Plattform.
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Auf der CES demonstriert der Konzern seine Technologie bereits in mehreren Humanoiden, darunter VinMotions Motion 2 und Boosters K1 Geek. Advantech zeigt zudem ein Robotik-Entwicklungskit für verschiedene Anwendungen. Die Architektur ist bewusst flexibel angelegt – vom persönlichen Serviceroboter bis zum vollwertigen Industrieroboter soll sie alle Formfaktoren mit industrietauglicher Zuverlässigkeit unterstützen.
Diversifikation zeigt erste Erfolge
Die Zahlen sprechen für sich: In den vergangenen zwölf Monaten steigerte Qualcomm seinen Umsatz um 13,66 Prozent. Die Marktkapitalisierung liegt mittlerweile bei 183,88 Milliarden Dollar. Der Vorstoß in die Robotik ist Teil einer breiteren Strategie, die Abhängigkeit vom Mobilfunk-Geschäft zu reduzieren.
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Doch kann Qualcomm diesen Schwung auch auf andere Märkte übertragen? Parallel zur Robotik-Offensive arbeitet das Unternehmen am Snapdragon X2 Elite – einem Prozessor für Notebooks. Der erste Anlauf mit dem Snapdragon X vor zwei Jahren blieb noch hinter den Erwartungen zurück. AMD und Intel konnten ihre Marktanteile verteidigen. Mit der zweiten Generation will der Konzern im ersten Quartal einen neuen Versuch starten.
Zeitgleich hat Qualcomm die Übernahme der Alphawave IP Group vorzeitig abgeschlossen. Damit positioniert sich das Unternehmen stärker im lukrativen Rechenzentrumsmarkt. Tony Pialis, CEO von Alphawave Semi, übernimmt die Leitung des neuen Geschäftsbereichs.
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