Am heutigen 18. Juni 2026 stimmen die Aktionäre von Quantum eMotion über eine grundlegende Änderung des Aktienoptionsplans ab. Das Ergebnis bestimmt, wie flexibel das Unternehmen künftig Mitarbeiter und Führungskräfte mit Eigenkapital entlohnen kann.

Vom festen Kontingent zur rollierenden Quote

Der Vorstand hat im Mai eine Umstellung beschlossen. Statt eines festen Reservoirs von 24,75 Millionen Aktien soll künftig ein rollierender Plan gelten. Er reserviert bis zu zehn Prozent der jeweils ausstehenden Aktien zum Zeitpunkt jeder Optionsvergabe.

Zum Stichtag des Rundschreibens entspräche das rund 21,9 Millionen Aktien. Derzeit sind bereits 17,3 Millionen Aktien aus bestehenden Optionen abrufbar — knapp 7,9 Prozent der ausstehenden Titel. Der neue Plan ergänzt außerdem eine Barausgleichsoption bei Ausübung und passt die Bedingungen an die Anforderungen der TSX Venture Exchange an.

Flexibilität gegen Verwässerungsrisiko

Der Kompromiss ist bekannt. Ein rollierender Optionsplan gibt wachsenden Unternehmen mehr Spielraum, Talente zu halten. Er hält aber auch das Verwässerungspotenzial dauerhaft offen, weil die Obergrenze mit jeder Kapitalerhöhung mitwächst.

Quantum eMotion verbrennt Kapital für Quantenkryptografie und Post-Quanten-Verschlüsselung. Im ersten Quartal 2026 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von gerade einmal 10.582 kanadischen Dollar — bei einem Nettoverlust von 3,59 Millionen kanadischen Dollar. Kein Wunder, dass Investoren die Governance-Details genau beobachten.

Kurs erholt sich, bleibt aber volatil

Die Aktie notiert aktuell bei 2,78 Euro, ein Plus von rund zwei Prozent gegenüber dem Vortag. Über die vergangenen 30 Tage summiert sich der Anstieg auf mehr als 17 Prozent. Auf Jahressicht hat sich der Kurs mehr als verdreifacht — liegt aber noch 30 Prozent unter dem Februarhoch von 3,98 Euro.

Beide gleitenden Durchschnitte liegen unter dem aktuellen Kurs. Das signalisiert kurzfristige Stärke. Die annualisierte Volatilität von über 85 Prozent zeigt jedoch, wie schnell sich das Bild drehen kann.

Wird der Optionsplan heute genehmigt, tritt das rollierende Zehn-Prozent-Modell vorbehaltlich der Regulierungszustimmung in Kraft. Lehnen die Aktionäre ab, bleibt das bestehende Fixkontingent bestehen — und der Vorstand müsste einen neuen Anlauf planen.