Eine Tochtergesellschaft von Quantum X Labs hat heute eine US-Patentanmeldung für die Technologie LayerQake eingereicht. Das System ist dafür konzipiert, seltene und anomale Ereignisse in hochdimensionalen Datenbeständen aufzuspüren. Die Aktie des Unternehmens legte am heutigen Handelstag um 7,5 % auf 4,52 € zu, womit sich die Marktkapitalisierung auf 54,13 Millionen € beläuft.

Zügiger Ausbau der quantenbasierten Schutzrechte

Die jüngste Anmeldung reiht sich in eine Serie technischer Entwicklungen ein. Erst am Montag gab das Unternehmen bekannt, dass eine Tochtergesellschaft an Hochfrequenz-Sensorik auf Basis von Rydberg-Atomen arbeitet.

Diese Technologie soll mit der zum Patent angemeldeten Quanten-Atomuhr des Hauses kombiniert werden. Ein solches integriertes Gesamtsystem befindet sich jedoch noch in der Entwicklung und wurde bisher noch nicht im praktischen Einsatz vorgeführt.

Am 24. September reichte zudem die Sicherheitssparte QuantumQ Security ein US-Patent für Verfahren zur Authentifizierung und Absicherung von Quantenschaltkreisen ein. Bei beiden Initiativen betont das Unternehmen, dass bis zu einer möglichen kommerziellen Nutzung noch umfangreiche Schritte anstehen. Vor allem theoretische Prüfungen, Simulationsläufe sowie die Fertigung funktionsfähiger Prototypen müssen noch durchlaufen werden.

Für Anleger verdeutlichen diese Ankündigungen den frühen Entwicklungsstand der Technologien. Das Unternehmen baut zwar kontinuierlich sein Portfolio an Schutzrechten aus, verlässliche Zeitpläne für marktfähige Endprodukte oder signifikante Umsätze lassen sich daraus vorerst jedoch nicht ableiten. Entsprechend spekulativ bleiben die operativen Perspektiven der einzelnen Forschungsprojekte.

Neuausrichtung im Management und Beirat

Parallel zu den Forschungsaktivitäten vollzog das Unternehmen personelle Veränderungen in der Führungsetage. Am 22. September legte Co-CEO Amihay Hadad sein Amt mit sofortiger Wirkung nieder, sodass Yakov Baranes die Gesellschaft als alleiniger CEO leitet. Einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC zufolge erfolgte Hadads Ausscheiden ohne Differenzen über Geschäftspraktiken oder Richtlinien.

Baranes selbst stärkte dem Unternehmen kurz vor dem Führungswechsel den Rücken und kaufte 5.000 Aktien zu einem gewichteten Durchschnittspreis von $4.88. Vor rund zwei Wochen berief Quantum X Labs zudem den ehemaligen Mossad-Direktor Yossi Cohen zum Präsidenten seines wissenschaftlichen Beirats, um die strategische Ausrichtung bei Quantentechnologien sowie den Vorstoß in Verteidigungsmärkte zu unterstützen.