Radiant Uranium richtet den Blick nach vorn: Vorstandschef Clive Massey kündigte an, das Unternehmen wolle im Umfeld der Canadian Securities Exchange (CSE) gezielt nach weiteren Liegenschaften suchen. Der Wechsel des Handelsplatzes ist inzwischen einige Wochen her, doch die damit verbundene strategische Ausrichtung des Managements bleibt für Anleger der eigentliche Ankerpunkt.
Explorationsprojekte statt Zukäufe unter Zeitdruck
Massey erklärte, das Managementteam konzentriere sich auf die Explorationsarbeiten auf den bestehenden Projekten des Unternehmens. Gleichzeitig werde man im als unternehmerfreundlicher beschriebenen Umfeld der CSE weitere potenzielle Liegenschaften prüfen, „ohne unnötige Hindernisse“. Konkrete Übernahmeziele nannte er nicht.
Diese Aussage fällt auf, nachdem Radiant Uranium Mitte Juni eine bereits laufende Akquisition beendet hatte: Die geplante Übernahme von Samson Metals wurde damals gestoppt.
Zeitgleich informierte das Unternehmen – zu diesem Zeitpunkt noch unter dem Namen Kirkstone Metals firmierend – über den Fortgang der Genehmigungsverfahren für die beiden Uranprojekte Key Lake Road und Gorilla Lake im Athabasca-Becken. Details zum Ausgang dieser Genehmigungsverfahren wurden seither nicht mehr öffentlich nachgereicht.
Finanzierung aus dem Frühjahr als Basis
Für die weitere Arbeit an den Projekten und mögliche Zukäufe verfügt das Unternehmen über Mittel aus einer nicht-vermittelten Privatplatzierung: Im März hatte Kirkstone Metals bis zu zehn Millionen Units zu je 0,20 kanadischen Dollar angeboten, was Bruttoerlöse von bis zu zwei Millionen kanadischen Dollar ermöglichte.
Diese Finanzierung liegt zeitlich vor dem Börsenwechsel, bildet aber weiterhin die finanzielle Grundlage für die von Massey skizzierte Doppelstrategie aus eigener Exploration und opportunistischen Zukäufen.
Für Anleger ergibt sich daraus ein Bild eines Unternehmens im Umbruch: Der Namens- und Börsenwechsel liegt hinter Radiant Uranium, die eigentliche operative Ausrichtung – Fortführung der Athabasca-Projekte bei gleichzeitiger Suche nach zusätzlichen Liegenschaften – steht erst am Anfang.
Ob und wann die Genehmigungsverfahren für Key Lake Road und Gorilla Lake abgeschlossen werden, ist bislang nicht bekannt gegeben worden. Ebenso fehlen bislang konkrete Hinweise darauf, welche Liegenschaften das Management als Übernahmekandidaten in Betracht zieht.
Die Aussagen des CEOs lassen erkennen, dass sich Radiant Uranium nicht allein auf die bestehenden Projekte verlassen will. Ein aktiver Zukauf zusätzlicher Assets würde die Story des Unternehmens erweitern – bislang bleibt es jedoch bei der Absichtserklärung. Analystenstimmen zu dieser strategischen Neuausrichtung liegen aktuell nicht vor.
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