Realbotix bereitet den Sprung in die industrielle Serienfertigung vor. Das Unternehmen verlässt die reine Entwicklungsphase und peilt nun den US-Kapitalmarkt an.

Bis Juli 2026 baut Realbotix eine neue Produktionsstätte nahe dem Las Vegas Strip fertig. Diese Anlage soll den Übergang zur Massenfertigung humanoider Roboter ermöglichen. Die Zahl der Fachkräfte stieg im vergangenen Jahr bereits auf 20 Experten.

Zwischen März und Mai lieferte das Team bereits 19 humanoide Roboter aus. Dies markiert für das Management den Start der kommerziellen Skalierung.

Parallel dazu ist der Weg an die Nasdaq geebnet. Durch eine Fusion mit Onconetix will Realbotix im Oktober 2026 an die Technologiebörse. Die Konzernmutter hält künftig zwischen 75 und 90 Prozent der Anteile am neuen Unternehmen. Dieser Schritt soll den Zugang zu institutionellem Kapital sichern.

Operativ macht die KI-Sparte Fortschritte im Bildungssektor. In New Yorker Schulen startete ein Pilotprogramm für den KI-Assistenten „Optio“. Im Herbst sollen rund 500 Schüler die Technik nutzen.

Finanziell verfügt Realbotix über liquide Mittel von 8,6 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen ist mittlerweile obendrein schuldenfrei.

An der Börse sorgten die Pläne zuletzt für Bewegung. Trotz eines Rücksetzers am Freitag auf 0,21 Euro steht auf Wochensicht ein Plus von knapp 26 Prozent.

Das Papier kletterte damit über den gleitenden Durchschnitt von 0,20 Euro. Die Aktie notiert jedoch noch rund 44 Prozent unter ihrem Jahreshoch.

Langfristig plant das Management mit Quartalsumsätzen von 100 Millionen US-Dollar. Die finale Entscheidung über das Nasdaq-Listing wird für das zweite Halbjahr 2026 erwartet.