Red Cat bekommt Rückenwind aus Washington, aber der Markt schaut nicht nur auf den Auftragseingang. Die Tochter Teal Drones hat von der US-Armee eine Bestellung über 9,5 Millionen Dollar erhalten. Geliefert werden zusätzliche Drohnen für das Short Range Reconnaissance Program of Record, ein militärisches Modernisierungsprogramm für taktische Aufklärung auf kurze Distanz.
Der Haken: Die jüngsten Quartalszahlen zeigen, wie teuer das Wachstum noch ist. Genau dieser Gegensatz prägt die Aktie.
Armeeauftrag stärkt SRR-Position
Die Lieferung soll im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Für Red Cat ist der Auftrag mehr als ein einzelner Umsatzbeitrag. Er bestätigt die Rolle von Teal Drones in einem Programm, das innerhalb der US-Verteidigungsstruktur auf kleinere, schnell einsetzbare Aufklärungssysteme setzt.
Das Timing passt zum größeren Trend. Militärische Beschaffung verschiebt sich zunehmend in Richtung unbemannter Systeme. Drohnen ergänzen klassische Aufklärungseinheiten, in manchen Einsatzszenarien ersetzen sie diese bereits. Für Anbieter wie Red Cat entsteht daraus ein attraktiver Markt, aber auch ein hoher Druck, Produktion, Qualität und Lieferfähigkeit schnell hochzufahren.
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Die Aktie reagiert bislang verhalten. Am Montag notiert sie bei 8,69 Euro, minimal über dem Freitagsschluss, auf Wochensicht aber 7,66 Prozent tiefer.
Technisch bleibt das Bild angeschlagen: Der Kurs liegt unter der 200-Tage-Linie von 9,29 Euro. Das zeigt, dass der neue Auftrag allein noch keine Trendwende ausgelöst hat.
Verluste bleiben das Problem
Im ersten Quartal erzielte Red Cat einen Umsatz von 15,47 Millionen Dollar. Erwartet worden waren 18,78 Millionen Dollar. Das Wachstum ist also vorhanden, reicht aber kurzfristig nicht aus, um die Erwartungen des Marktes zu treffen.
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Noch deutlicher wird die Belastung auf der Ergebnisseite. Das Ergebnis je Aktie lag bei minus 0,22 Dollar, während Analysten mit minus 0,13 Dollar gerechnet hatten. Der Nettoverlust summierte sich auf 26,55 Millionen Dollar.
Damit bleibt die zentrale Baustelle klar: Red Cat muss aus militärischen Aufträgen nicht nur Umsatz machen, sondern bessere Skaleneffekte erzielen. Hohe operative Verluste und negativer Cashflow begrenzen den Spielraum, selbst wenn die Nachfrage nach Drohnentechnologie strukturell wächst.
Analysten bleiben optimistisch
Analysten führen die Aktie weiter mit „Buy“ und nennen ein Kursziel von 20 Dollar. Das signalisiert Vertrauen in die Marktchance und die Positionierung im Verteidigungsbereich. Die Skepsis speist sich dagegen aus der Burn Rate und der noch fehlenden Profitabilität.
In den nächsten Monaten zählen zwei konkrete Punkte: die Auslieferung im zweiten Quartal und Fortschritte bei den Margen. Ohne sichtbare Verbesserung dort dürfte selbst ein neuer Armeeauftrag die Verlustdebatte nicht beenden.
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