Red Cat Holdings treibt den Ausbau unbemannter maritimer Systeme voran. Die Konzerntochter Blue Ops schloss am Donnerstag eine strategische Partnerschaft mit der Florida Atlantic University. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht die universitäre Forschungseinrichtung Harbor Branch. Auf dem gesicherten, rund 144 Acre großen Gelände mit Tiefwasserzugang sollen unbemannte Marinesysteme entwickelt, integriert, erprobt und vorgeführt werden.

Ausbau der Fertigung in Georgia

Der Schritt an die Küste Floridas folgt auf eine Erweiterung der industriellen Basis an Land. Blue Ops hatte am 24. September an seinem Standort im US-Bundesstaat Georgia den ersten Blue Ops Day veranstaltet.

Dort begann das Unternehmen mit dem Hochfahren der Serienfertigung für das unbemannte Überwasserschiff Variant 7. Verbunden ist dieser Ausbau in Valdosta mit angekündigten Investitionsplänen. Blue Ops plant vor Ort Investitionen von $30 Millionen und beabsichtigt, mehr als 200 Arbeitsplätze zu schaffen. Diese Kapazitäten sollen die Fertigung künftiger Schiffsbaureihen für behördliche und militärische Auftraggeber sichern.

Für Red Cat bedeutet die Ausrichtung auf Überwassersysteme eine gezielte Erweiterung des Technologieangebots abseits reiner Luftsysteme. Während der Bedarf an autonomer Aufklärung wächst, gewinnt die Verzahnung von Hard- und Software unter realen Einsatzbedingungen an Bedeutung. Der direkte Zugang zu tiefen Gewässern soll Entwicklungszeiten verkürzen und Testphasen vereinfachen.

Belastungsfaktoren im Marktumfeld

An der Börse traf dieser operative Fortschritt zuletzt auf ein volatiles Marktumfeld. Mitte September geriet die Aktie im Zuge von Verkäufen im gesamten Drohnensektor unter Druck. Medienberichten zufolge verzeichnete der Titel am 16. September Kursabgaben, ohne dass neue unternehmensspezifische Nachrichten vorlagen.

Zusätzliche Dämpfer kamen aus dem regulatorischen und internen Umfeld. Vor rund einem Monat belasteten neue US-Importzölle auf Drohnen die gesamte Branche, seither verlor das Papier 22,6 %. Vor gut drei Wochen meldete der Konzern Insider-Verkäufe durch den Red-Cat-CEO, woraufhin die Notierung seither um 17,7 % fiel. Vor rund zwei Wochen verfehlten zudem die Quartalszahlen die Markterwartungen mit einem anschließenden Abschlag von 3,3 %.

Kursentwicklung und Bewertung

Trotz der gemeldeten Kooperationen bleibt das Handelsgeschehen von der jüngsten Sektorschwäche beeinflusst. Marktteilnehmer honorieren zwar die Erweiterung der Test- und Produktionskapazitäten, halten sich nach den vorangegangenen Rücksetzern jedoch spürbar zurück.

Am Freitag schloss das Papier im europäischen Handel bei 5,68 Euro. Über einen Zeitraum von 30 Tagen steht damit ein Rückgang um 21 % zu Buche. Die aktuelle Marktkapitalisierung von umgerechnet 875,33 Millionen Euro spiegelt die Zurückhaltung wider, mit der Anleger die Umsetzung der angekündigten Investitionen derzeit begleiten.