Das Pentagon schaltet in der Drohnen-Entwicklung einen Gang höher. Ein neues Milliardenprogramm soll die US-Industrie unabhängig von ausländischen Produzenten machen – und beschert Herstellern wie Red Cat Kurssprünge von über 50 Prozent.
Milliardenschwerer Masterplan
Das US-Verteidigungsministerium hat das Programm „Drone Dominance“ gestartet. Ziel: 300.000 Angriffsdrohnen bis 2027. Der Haushaltsentwurf für das Fiskaljahr 2027 sieht dafür knapp 75 Milliarden Dollar vor, die in Drohnen und verwandte Technologien fließen sollen.
Die Regierung prüft dazu direkte Finanzspritzen für heimische Hersteller. Möglich sind Meilenstein-Darlehen, Zuschüsse oder sogar staatliche Beteiligungen an Unternehmen. Die FCC blockiert parallel Importe ausländischer Drohnen – ein klarer Schulterschluss für die heimische Produktion.
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Red Cat mit Kursfeuerwerk
Die Aktie des Drohnen-Spezialisten Red Cat notierte zuletzt bei 12,38 Euro – ein Plus von knapp 50 Prozent binnen einer Woche. Seit Jahresbeginn summiert sich der Anstieg auf 58 Prozent, das 52-Wochen-Hoch von 14,80 Euro rückt in greifbare Nähe. Der RSI von knapp 70 deutet auf eine starke Kaufdynamik hin, die Volatilität bleibt mit annualisierten 143 Prozent extrem.
Anleger setzen darauf, dass Red Cat von der Pentagon-Offensive profitiert. Die Plattformen Black Widow und Arachnid sind speziell für Aufklärung und taktische Einsätze konzipiert – mit Nachtsicht und autonomer Navigation. Genau solche Fähigkeiten werden nach Berichten über „spielverändernde“ Drohneneinsätze in aktuellen Konflikten dringend nachgefragt.
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Breite Branchenbewegung
Der Schub erfasst die gesamte Drohnen-Branche. Weitere Programm-Teilnehmer meldeten zuletzt bedeutende Aufträge:
- Skydio erhielt einen Millionen-Auftrag der US Air Force für X10D-Drohnen zur Kampfmittelbeseitigung
- Shield AI integriert seine Hivemind-Software in das LUCAS-Kamikaze-Drohnenprogramm
- Perennial Autonomy sicherte sich einen 500-Millionen-Dollar-Vertrag für KI-gesteuerte Abfangdrohnen
Skalieren vor Gewinnen
Der strategische Wandel hin zu massenproduzierten, kostengünstigen autonomen Systemen verändert die Rüstungsindustrie. Während traditionelle Konzerne weiter Großprojekte wie Satellitenkonstellationen stemmen, rücken spezialisierte Drohnenbauer ins Zentrum der Planung.
Die Herausforderung: Produktion hochfahren, Marktanteile sichern. Nachhaltige Gewinne erwartet die Branche für die meisten kleineren Hersteller frühestens 2028. Red Cat und Co. müssen jetzt liefern – das Pentagon wartet nicht.
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