Redwood AI verlässt sein angestammtes Revier und baut das Geschäftsfeld um die Cybersicherheit aus. Der Kauf von Quantum.IQ steht unmittelbar vor dem Abschluss. Quantum.IQ bringt Expertise für moderne Unternehmenssicherheit sowie Post-Quanten-Kryptografie mit. Redwood erweitert damit die eigene Technologieplattform erheblich. Bisher konzentrierte sich das Unternehmen auf die KI-gestützte Wirkstoffforschung. Die Software beschleunigt die Medikamentensynthese und den Produktionsaufbau. Nun rückt zusätzlich die Abwehr künftiger Cyberbedrohungen ins Zentrum.

Kaufpreis in Aktien

Der Kaufpreis fließt vollständig in Unternehmensanteilen. Redwood gibt maximal 14 Millionen neue Stammaktien aus. Der kalkulierte Wert lag Ende Juni bei knapp drei Dollar je Aktie. Die Hälfte dieser Papiere erhalten die Verkäufer sofort als feste Vergütung.

Die Ausgabe der restlichen sieben Millionen Aktien hängt von klaren Zielen ab. Umsatz, Kundenzahlen und das EBITDA müssen dafür bestimmte Schwellen überschreiten. Ein unabhängiger Vermittler erhält für seine Dienste ein Honorar von fast 300.000 Dollar. Redwood begleicht diese Rechnung durch die Zuteilung von 100.000 weiteren Stammaktien.

Indikatoren zeigen Nervosität

An der Börse bleibt Euphorie aus. Die Redwood-Aktie tendiert bei 1,79 Euro leicht schwächer und verharrt auf dem Niveau der Vorwoche. Der RSI-Indikator fällt auf einen Wert von rund 25. Hinzu kommt eine extrem hohe Volatilität von 208 Prozent. Kurz gesagt: ein massiv nervöses Marktumfeld.

Redwood plant die endgültige Übernahme für den 10. Juli 2026. Die Firmen müssen bis dahin noch übliche Abschlussbedingungen erfüllen. Aufsichtsbehörden prüfen und genehmigen den Deal. Außerdem unterzeichnen die Partner eine verbindliche Treuhandvereinbarung. Bleiben wesentliche negative Veränderungen bei beiden Firmen aus, ist der Kaufvertrag in wenigen Tagen rechtskräftig.