Die letzte Analysephase des Winter-Bohrprogramms 2026 ist abgeschlossen. Refined Energy hat alle geochemischen Daten von der Exploration im kanadischen Athabasca Basin erhalten. Die Aktie legte daraufhin am Freitag um 7,87 Prozent auf 0,14 Euro zu – ein kleiner Hoffnungsschimmer nach einem schwachen Jahr. Seit Jahresbeginn liegt das Papier noch immer knapp 60 Prozent im Minus, der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 0,78 Euro beträgt rund 81 Prozent.
Geochemische Spuren, aber keine Sensation
Das Programm umfasste drei Bohrlöcher mit insgesamt 975 Metern Diamantbohrung. In zwei der Löcher durchteufte das Team die sogenannte Athabasca-Diskordanz – eine geologische Grenze, die in der Region oft mit hochgradiger Uranmineralisation verbunden ist. Die Labore der ALS Canada Ltd. analysierten 87 Proben und identifizierten zehn Abschnitte mit erhöhten Urangehalten. Der höchste gemessene Wert: 5 ppm Uran in Bohrung DW26-001, direkt unterhalb der Diskordanz.
Das klingt bescheiden – und das ist es auch. Allerdings liegt die Konzentration bis zum Siebenfachen des natürlichen Hintergrundniveaus. Für ein frühes Explorationsprojekt auf 10.140 Hektar Fläche ein Signal, das zur Vorsicht optimistisch stimmt.
Günstig gebohrt, gute Ausgangslage
Die Kampagne wurde von TerraLogic Exploration durchgeführt und blieb mit rund 1,7 Millionen Dollar im Budget. Für einen Junior-Explorer wie Refined Energy ist das ein wichtiges Signal finanzieller Disziplin. Das Unternehmen hält eine exklusive Option auf 75 Prozent des Projekts von Eagle Plains Resources.
Die neuen Daten – darunter Blei-Isotopenverhältnisse und Alterationsindikatoren wie Bor – fließen nun in das geologische Regionalmodell ein. Ziel ist es, vielversprechende Zielzonen für eine mögliche Anschlussbohrung zu identifizieren.
Volatilität, Rücksetzer, Perspektive
Die Aktie zeigt in den vergangenen sieben Tagen eine Erholung von 12,50 Prozent. Der RSI von 43,6 signalisiert neutrales Terrain – weder überkauft noch überverkauft. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von über 150 Prozent unterstreicht das spekulative Profil des Titels. Solche Werte sind typisch für Explorationswerte, deren Kurse stark an Neuigkeiten hängen.
Die kommenden Wochen stehen im Zeichen der strategischen Auswertung. Aus den geochemischen Anomalien muss ein Plan werden: eine Folgebohrung, eine Neuausrichtung auf das Horizon-South-Projekt oder der nächste Schritt in der Optionsvereinbarung. Die Datenbasis dafür liegt jetzt vor.
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